Kirmes im ehemaligen Golddorf Wochern steht an

Wochern : Ehemaliges Golddorf feiert Kirmes

Mit einem Fassanstich startet am Samstagabend die St.-Bernhard-Kirmes in Wochern. Ausrichter der dreitägigen Feier ist die Feuerwehr des Ortes.

Seine St.-Bernhard-Kirmes feiert der Perler Ortsteil Wochen am kommenden Wochenende. Rund um die Kapelle richten die Wocherner Feuerwehrleute das Fest von Samstag, 17. August, bis Montag, 19. August, aus.

Beginn ist am Samstagabend um 19 Uhr mit dem Fassanstich durch Ortsvorsteher Peter Keren. Ab 20 Uhr findet dann bei Party- und Stimmungsmusik (Durst-)Löschen bis zum Abwinken statt.

Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit der Kirmeshochamt in der Kapelle. Ab 12 Uhr gibt es auf dem Festplatz im Zelt Mittagessen. Für die Kids ist eine Hüpfburg aufgebaut und ab 14 Uhr gibt es Kinderschminken, Malen, Basteln, Dosenwerfen und einiges mehr. Der Abend klingt dann mit Unterhaltungsmusik aus.

Am Montag, 19. August werden um 18 Uhr die Stände und das Zelt zum Kehraus geöffnet; bei einer After-Work-Party mit DJ X-Life klingt die diesjährige St.-Bernhard-Kirmes dann aus.

Der Ort Wochern wurde erstmalig vor über 1000 Jahren, nämlich im Jahr 1084, urkundlich als „Wochera“ erwähnt. Einer der erwähnenswerten Punkte der Geschichte ist die im Jahr 1567 in einer Visitationsniederschrift genannte Kapelle, die damals zur Pfarrei Besch gehörte. Der kleine Bau ist in seinen Umrissen und durch seine erhöhte Lage recht eindrucksvoll. Anstelle der Seitenaltäre stehen in der Kapelle wertvolle Holzfiguren der Mutter Gottes mit dem Kinde und des Heiligen Bernhardus (18. Jahrhundert), dem Schutzpatron, an der Chorwand, die in ihren Proportionen eigenartige Holzfigur des Heiligen Sebastian und die des Heiligen Nikolaus aus dem 18. Jahrhundert.

In den zurückliegenden Jahren wurde in Wochern einiges geleistet, was das Ortsbild betrifft. Unter anderem erfolgte eine Sanierung der Kapelle. Im Jahr 1987 konnte Wochern beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Landesebene eine Goldmedaille und auf Bundesebene eine Silbermedaille erringen.

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