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Kirmes am 3. Oktober in St.-Remigius-Kirche in Tettingen-Butzdorf

Hochamt : St.-Remigius-Kirmes in Tettingen-Butzdorf

Am Sonntag, 3. Oktober, feiert die Pfarrei Tettingen-Butzdorf ihre St.-Remigius-Kirmes. Das Kirmeshochamt findet um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche statt.

Um 1330 wird in einer Steuerliste erstmals eine Pfarrkirche in Tettingen erwähnt, die am Pfarrhaus im Ortskern stand. Sie war von den Herren von Berg errichtet worden, die auch die Pfarrei gegründet haben. Doch einer Sage nach soll südlich von Tettingen auf Römergelände im zweiten Jahrhundert bereits eine erste Kirche gestanden haben.

Die heutige Tettinger Pfarrkirche St. Remigius wurde im Jahre 1851 unter Baumeister Weis erbaut, nachdem die im Jahre 1680 erbaute Kirche mit Flachdecke und kreuzgewölbtem Chor, die durch Kriege immer wieder beschädigt wurde, zu klein wurde. Sie hatte 1851 einen Spitzhelm, eine Spitzdecke im Schiff und eine Rosette im Chor. 1939 fiel das spitz aufragende Turmdach der Kirche einem Blitzeinschlag zum Opfer.

Nach Kriegszerstörungen wurde eine Flachdecke eingezogen und die Chorrosette vermauert. Im Innern des Kirchengebäudes befinden sich wertvolle Alabasterreliefs aus dem Jahre 1601, die aus dem in der Französischen Revolution zerstörten Kloster aus Rettel nach Tettingen gelangten und 1861 in die neue Kirche eingefügt wurden. In den 1980er und 90er Jahren wurden umfangreiche Außen- und Innensanierungen durchgeführt.

2007 wurde ein aus St. Aldegund erworbener Hochaltar restauriert und im Chorraum errichtet und ist seitdem ein Blickfang im Kirchenraum. Zwischen 2012 und 2015 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 130 000 Euro in und an der Pfarrkirche vorgenommen. Seit Weihnachten 2016 wird in den Wintermonaten der Turm der Tettinger Pfarrkirche abends mit einem goldgelben Licht angestrahlt. 2017/18 musste die Kirchengemeinde rund 80 000 Euro in die Hand nehmen, um den Dachboden der Kirche zu sanieren.

Auch in den beiden letzten Jahren standen weitere Maßnahmen an. So wurde beispielsweise im Rahmen des Inklusionsgedanken und unter dem Motto „Teilhaben für alle am kirchlichen Leben, die das wollen“ ein behindertengerechter Kirchenzugang am Seiteneingang vom Friedhof aus mit einem Kostenaufwand von rund 80 000 Euro angelegt. Gleichzeitig wurde durch die Gemeinde Perl über das Förderprogramm Eler das Kirchenumfeld neu und barrierefrei gestaltet.