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Keine Steuer- und Gebührenerhöhung in Perl

Keine Steuer- und Gebührenerhöhung in Perl

Die Perler Bürger sollen im neuen Jahr nicht zusätzlich belastet werden. Weder Wasser- und Kanalgebühren noch Grund- und Gewerbesteuer werden erhöht. Dies hat der Gemeinderat Perl einstimmig entschieden.

Im kommenden Jahr bleiben in Perl die Steuern und Gebühren stabil. Nachdem in den vergangenen Jahren die Real-Steuerhebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sowie die Wasser- und Kanalgebühren erhöht wurden, um sich den gewogenen landesdurchschnittlichen Sätzen schrittweise anzunähern, wird für 2017 keine weitere Erhöhung der Hebesätze und Abgaben erfolgen.

Den einstimmigen Beschluss des Finanz- und Personalausschusses, die Realsteuerhebesätze für 2017 nicht zu erhöhen, nahmen die Mitglieder des Gemeinderates in ihrer Jahresabschlusssitzung voll zustimmend zur Kenntnis. Ebenso herrschte Einigkeit bei der Beibehaltung der aktuellen Wasserbezugs- und Kanalbenutzungsgebühren. Dies wurde bereits im Werksausschuss einstimmig festgelegt. In den Beratungen waren sich alle Fraktionen im Rat einig, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen, auf eine zusätzliche Belastung der Bürger zu verzichten. Somit liegt die Gemeinde Perl nach eigener Darstellung weiter unter dem Landesdurchschnitt bei den Hebesätzen. Die aktuellen Hebesätze betragen bei der Grundsteuer-A 250 Prozent (v.H). (Landesdurchschnitt: 274 v.H.), Grundsteuer-B 320 v.H. (Landesdurchschnitt: 380 v.H.) und bei der Gewerbesteuer 400 v.H. (Landesdurchschnitt: 422 v.H.).

Auch aufgrund der stabilen und günstigen Hebesätze bleibt die Gemeinde Perl weiter als Wohnort attraktiv und wettbewerbsfähig. Perl kann, entgegen dem allgemeinen Trend, seit Jahren einen Zuwachs an Einwohnern verzeichnen. Während saarlandweit Gemeinden und Städte über Rückgänge klagen oder im besten Falle stagnierende Zahlen vermelden können, hat Perl in den vergangenen zehn Jahren einen Zuwachs von über 30 Prozent zu verzeichnen. Die Grenzlage lockt dabei viele Luxemburger, Franzosen und Belgier an die Mosel, aber nicht nur diese. Aktuell sind im Melderegister Einwohner aus rund 60 verschiedenen Nationen erfasst. Das entspricht einem Anteil an Nicht-Deutschen Einwohnern von rund 36,5 Prozent. Bei aktueller Entwicklung rechnen die Verantwortlichen in Perler Rathaus bis 2020 mit einer Einwohnerzahl von über 9000 Bürgern.