Perl: Im Zusammenspiel das Szenario gemeistert

Perl : Im Zusammenspiel das Szenario gemeistert

Im Dreiländereck ging es bei einer Großübung um die Zusammenarbeit der Rettungskräfte aus Merzig, Perl und Saarburg.

Feuerwehren und Hilfsdienste aus der Dreiländereck-Region haben bei einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Großübung ihre Zusammenarbeit einem Härtetest unter realistischen Bedingungen geprobt. Die Ausgangssituation stellte sich wie folgt dar: Auf einem Feldwirtschaftsweg in den Weinbergen bei Sehndorf kommt es zu einem schweren Unfall. Zwei Autos und ein Radfahrer stoßen zusammen, es gibt drei Verletzte, davon sind zwei schwer und einer leichter verletzt. Die Besonderheit bei dem Rettungsszenario: Bei einem Pkw-Fahrer hatte sich durch den Aufprall eine Gewindestange durch die Bauchdecke und die Rückenlehne seines Sitzes gebohrt.

Neben zwei weiteren eingeklemmten Personen und den im hohen Gras liegenden Radfahrer war es eine Herausforderung für die Einsatzkräfte diese Personen besonders behutsam aus dem Auto zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Die Feuerwehr vom Löschbezirk Perl war mit 13 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen am Einsatzort. Weiterhin war die Malteser-Stadtgliederung Merzig mit einem Notarzt, einem Rettungswagen und einem Krankenwagen mit sieben Helfern vor Ort. Der DRK Ortsverein Saarburg war ebenfalls mit einem Rettungswagen und drei Einsatzkräften vor Ort.

Nach erster Sichtung der Unfallstelle und kurzer Besprechung begannen die Rettungsarbeiten. Mit schweren Geräten, wie dem hydraulischen Spreizer und der Rettungsschere, begann die Rettung und Versorgung der Verletzten. Dem schwerverletzten Fahrer wurde nach entfernen der Mittelsäule seines Wagens und den beiden Türen der Gewindestab vorsichtig an den überstehenden Enden mit eine hydraulischen Schere gekürzt. Eine Entfernung solcher im Körper eingedrungenen Fremdkörper am Unfallort ist, medizinisch gesehen, nicht unbedingt erforderlich und sinnvoll.

Die Bilder stellen eindrucksvoll das Szenario dar. Zum Schluss trafen sich alle Einsatzkräfte am Gerätehaus zu einer Abschlussbesprechung. Alle Kräfte bestätigten den Führungsorganen der Feuerwehr und den Helfern des DRK Saarburg und den Malteser Hilfskräften eine schnelle und koordinierte professionelle Zusammenarbeit bei der Abarbeitung dieses Unfallszenario. Besonderen Dank gilt den Mimen des DRK Saarburg und der Feuerwehr Perl sowie den beiden Mitarbeitern der Malteser-Stadtgliederung Merzig für das Schminken und die wirklichkeitsgetreue Darstellung der Verletzungsmuster.

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