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Im Gebiet der Moselaue werden Wasservögel gewildert

Wasservögel geschossen : Wilderei im Gebiet der Moselaue

Im größten saarländischen Auenschutzgebiet sind Wasservögel gewildert worden. Unter anderem vier Höckerschwäne wurden geschossen.

In der Moselaue zwischen Besch und Nennig besteht im Baggerweihergebiet das größte saarländische Auenschutzgebiet mit europäischem Schutzstatus. In dem überregional bedeutsamen Rastgebiet für Wasservögel ist auch durch die Schutzgebietsverordnung die Jagd auf Wasservögel verboten. Nun wurden dort gewilderte Wasservögel und andere Tiere tot mit Schussverletzungen gefunden.

Aktuell wurden vier geschossene Höckerschwäne, ein Silberreiher und von Jägern ein geschossenes Reh und ein Dachs gefunden. Bei den Schwänen wurde das Brustfleisch fachmännisch abgetrennt. Nachdem Zeugen einen Schuss gehört hatten, nahm die Polizei Ermittlungen auf. Ähnlich getötete Wasservögel wurden bereits in den letzten Jahren entlang der Mosel außerhalb des Saarlandes entdeckt. Ein Besucher des Gebietes hatte eine sitzende Person mit einem Gewehr an einem Weiher gesehen.

Der NABU bittet Wanderer, Radfahrer und Angler um verstärkte Aufmerksamkeit und verdächtige Aktivitäten an die Polizei zu melden. Mit Beginn der Brutzeit werden auch mehr Störungen durch freilaufende Hunde festgestellt, die ins Wasser springen, Wasservögel verscheuchen und beunruhigen. Die Wege sollten nicht verlassen werden und die Hunde angeleint werden.

Auch das Baden und Campieren ist in dem Gebiet verboten. Spaziergänger können von den Wegen aus die Vogelwelt mit dem Fernglas beobachten und sollten uneinsichtige Besucher auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen. Seit einem Jahr werden die Besucher mit neuen Schutzgebietsschildern über die Gebietsbedeutung informiert. Das Gebiet wird von der saarländischen Naturwacht kontrolliert.