| 20:35 Uhr

Römertage
Hitzige Gefechte auf glühend heißem Sand

Römertage in Borg: Erstmals war in diesem Jahr auch die Gladiatorenschule Trier mit von der Partie.
Römertage in Borg: Erstmals war in diesem Jahr auch die Gladiatorenschule Trier mit von der Partie. FOTO: Ruppenthal
Borg. Die römische Villa in Borg wurde am Wochenende zur Arena für wilde Gladiatorenkämpfe. Aber auch der römische Alltag konnte gelebt werden.

 Heiß her ging es am zurückliegenden Wochenende bei den Römertagen in der Villa Borg – im doppelten Sinne. Zum einen herrschten „italienisch-römische“ Temperaturen deutlich über die 30 Grad Celsius, zum anderen ließ die Gladiatorenschule Trier – erstmals an der Unteren Saar zu Gast – den Mythos Gladiator mit diesen Stars der Antike wieder aufleben. Die Akteure dieser Gladiatorenschule verstehen sich nicht als Historiker, sondern vielmehr als Kampfsportler, die dennoch so authentisch wie irgendwie möglich auftreten wollen. Und so faszinierten sie die zahlreichen Besucher mit gleichermaßen interessanten, informativen und spannenden Einblicken in antike Taktiken und Techniken. Zugleich machten sie aber auch den Unterschied zwischen Show und realem Kampf deutlich.


Aber die Hitze hielt in diesem Jahr so manchen Besucher vom Kommen ab. Dabei waren diesmal besonders viele „Römer“ nach Borg gekommen: Neben den schwerbewaffneten Gladiatoren gab es kriegerische Legionäre sowie eine in diesem Jahr besonders große Zahl von Händlern und Handwerkern in der römische Villa zu bewundern. Und natürlich durften auch die tapferen germanischen „Barbaren“ nicht fehlen. Die authentisch ausgerüsteten Gladiatoren der „Familia Gladiatoria Pannonica“ demonstrierten – wie in der Antike– „das Spiel mit dem Tod“. Die „Barbaren“ der Gruppe Lucilinburhuc gaben sich ebenfalls zu Pferde die Ehre des Besuchs.

Sie stellten dem staunenden Publikum vor allem die Waffen und Kampftechniken der römischen Feinde vor und befehdeten sich in der Arena der Villa in Borg. Die römische Armee zeigte ihre beeindruckende militärische Macht. Ein römischer Reisewagen mit imposanten Zugpferden gab den Gästen einen authentischen Einblick in das Reise-Leben der Antike. Der friedliche Alltag der Legionen war neben den militärischen Aspekten ebenso zu sehen und erleben wie ziviles Leben, antikes Handwerk, Mode, Kochen und Kult. Die Handwerker ließen mit ihren Gerätschaften antike Handwerkstechniken aufleben, wie Schmieden, Schustern, Bogenbauen, Kochen, Backen, Frisieren, Mosaiklegen und Töpfern. Die Händler boten die typischen Waren an ihren Ständen feil. Ein Thema durfte innerhalb des römischen Lebens nicht fehlen: Die Vigilia Romana Vindriacum präsentierte  den Weinbau und -transport der Antike.



Die Küchen der Taverne boten  durchgehend Gaumenfreuden à la Apicius. Am Samstagabend wurde anlässlich der Sondervorführung der Gladiatorenschule eine komplette Sau am Spieß zubereitet.