Glocken mit Fernsteuerung

Nennig. In den ersten Gesprächen des Verwaltungsrates im Jahre 2007 zur Anschaffung neuer Glocken für die Pfarrkirche wurden bereits zugleich die Voruntersuchungen zur Anschaffung von zwei weiteren Glocken eingeleitet

Nennig. In den ersten Gesprächen des Verwaltungsrates im Jahre 2007 zur Anschaffung neuer Glocken für die Pfarrkirche wurden bereits zugleich die Voruntersuchungen zur Anschaffung von zwei weiteren Glocken eingeleitet. Nach der Kostenermittlung und Erstellung eines Schwingungsgutachtens zur Feststellung der statischen Turmsicherheit erfolgten zwei Jahre später im Mai 2009 die Bewilligung und Genehmigung der Baumaßnahme durch das Bischöfliche Generalvikariat Trier. Zwei neue GlockenNach Ausschreibung der Baumaßnahme erhielt die Glockengießerei Maria Laach aufgrund des preisgünstigsten Angebotes den Auftrag zur Erneuerung des Glockenstuhls und Lieferung sowie Einbau von zwei neuen Glocken. Der alte, verrostete Stahlglockenstuhl wurde ausgebaut und ein neuer, zweistöckiger Eichenholzglockenstuhl nach den statischen Anforderungen eingebaut, an dem die beiden vorhandenen und beiden neuen Glocken an Eichenholzjochen befestigt wurden. Der Glockenstuhl und die Glockenjoche wurden in ihrer Konstruktion und Bemessung auf das neue, vierstimmige Geläut ausgerichtet. Nach dem Gerüstaufbau wurde die untere Ecke der Biforienöffnung am Turm in Form eines Dreieckes ausgebrochen, um die Glocken mittels Kran durch die Öffnung in den Glockenturm hieven zu können. Fernsteuerung inklusiveInnerhalb des Glockenturmes wurde außerdem die Beleuchtung einschließlich Steuerung neu installiert. Die Küsterin kann mittels Fernsteuerung das Glockengeläut von zu Hause aus bedienen. Neu sind auch der Bohlenbelag im Turm und der sichere Turmaufstieg. Die Glockenabnahme durch die Glockensachverständige des Bistums Trier steht noch aus. Das Gesamtgewicht der vier Glocken beträgt 1500 Kilogramm. Die beiden älteren Bronzeglocken wurden im Jahre 1495 und 1721 gegossen. Sie haben einen Durchmesser von 865 Millimeter und 790 Millimeter und sind auf den Namen Maria und Johannes geweiht. Bei den beiden neuen Glocken beträgt der Durchmesser 963 Millimeter und 693 Millimeter und sie sind auf die Namen St. Martin und Petrus/Benno geweiht. Die Kosten der Baumaßnahme werden zu 60 Prozent vom Bistum Trier übernommen. Die restlichen Mittel sind von der Kirchengemeinde Nennig aufzubringen. Finanzielle Unterstützung erhielt die Kirchengemeinde von den Pfarrangehörigen, der Denkmalbehörde des Saarlandes und der Spielbank Saarbrücken.Zum Abschluss der Arbeiten wird am Sonntag, 25. April, im Pfarrheim zwischen 14 Uhr und 17 Uhr eine Bilddokumentation über die Geschichte der Kirche gezeigt. Anhand von Originalbauplänen wird auch die Funktion des neuen Glockenstuhls gezeigt und erläutert.

Mehr von Saarbrücker Zeitung