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Glas herstellen wie die alten Römer

Frank Wiesenberg und Bettina Birkenhagen arbeiten an einem Glasofen-Experiment in der Römischen Villa Borg. Foto: Rolf Ruppenthal
Frank Wiesenberg und Bettina Birkenhagen arbeiten an einem Glasofen-Experiment in der Römischen Villa Borg. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Borg. Bis zum Wochenende sind in der Villa Borg noch spannende Experimente mit Glasöfen zu beobachten. Ein internationales Team um Frank Wiesenberg erforscht die Glasherstellung in der Römerzeit. Rolf Ruppenthal

Die Feuer lodern in der Villa Borg : Frank Wiesenberg von der Uni Köln ist wieder da. Und prompt brennen die Glasöfen in der römischen Villen-Anlage wieder. Seine Forschungen zur Glasherstellung in der Römerzeit und seine Experimente mit Original-Nachbauten von römischen Glasöfen haben nicht nur im Saarland, sondern auch international für Furore gesorgt. Im Fokus des aktuellen Glasofenprojektes des Archäologieparks Römische Villa Borg , das am Wochenende begann und noch bis zum kommenden Wochenende andauert, stehen hellenistisches und römisches Mosaikglas, Rippenschalen und Fensterglas. Aber auch die Herstellung von frei- und formgeblasenem Glas wird thematisiert.

Perl- und Kühlöfen



International ist auch die Mannschaft, die diese Woche in der Villa Borg aktiv sein wird. Am Glasofenprojekt wirken die englischen "Roman Glasmakers" Mark Taylor und David Hill , der französische Glasmacher Francois Arnaud und der deutsche Glasmacher Torsten Rötzsch mit. Mit von der Partie sind zudem das Institut für Alte Geschichte sowie das Institut für Vor- und Frühgeschichte und vorderasiatische Archäologie der Universität des Saarlandes .

Ein Teil des Projektes widmet sich zudem den Forschungen der niederländischen Glasspezialistin Marianne Stern. Im Rahmen eines experimental-archäologischen Seminars sind in dieser Woche auch Studenten der Universität des Saarlandes vor Ort im Einsatz. Wie Ausgrabungsleiterin Bettina Birkenhagen von der Villa Borg betonte, ist dieses Glasofenprojekt von Frank Wiesenberg in seiner Konzeption einzigartig. Die Archäologin der Villa Borg freut sich auch über das internationale Interesse an diesen Projekten. Frank Wiesenberg hat eigens einen neuen Glasofen gebaut. Neben dem Perlenofen aus dem letzten Jahr ist zudem auch ein weiterer Kühlofen entstanden. Weitere Glasöfen in verschiedener Ausgestaltung sind in Planung.

Und alle Experimente sind öffentlich: Interessierte Zuschauer können den Glasmachern aus ganz Europa bei der Arbeit zuschauen. Vor allem in der zweiten Wochenhälfte und am Wochenende sind spannende und interessante Glasofen-Experimente zu erwarten.

www.glasofenexperiment.de

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