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Gesundheitsprämie für Grenzgänger

Gesundheitsprämie für Grenzgänger

Nennig. Der neue saarländische Sozialminister Professor Gerhard Vigener und die luxemburgische Sozialministerin Marie-Josée Jacobs sind am vergangenen Dienstag zu einem ersten Arbeitstreffen auf Schloss Berg in Nennig zusammengekommen. (Die SZ berichtete)

Nennig. Der neue saarländische Sozialminister Professor Gerhard Vigener und die luxemburgische Sozialministerin Marie-Josée Jacobs sind am vergangenen Dienstag zu einem ersten Arbeitstreffen auf Schloss Berg in Nennig zusammengekommen. (Die SZ berichtete)."Wir wollen den Erfahrungs- und Informationsaustausch des Großherzogtums und des Saarlandes über Konzepte der Alten- und Behindertenhilfe sowie in den Bereichen der Sozialpolitik und Kindervorsorge intensivieren", kündigten die beiden Politiker an. Auch wollen sich Jacobs und Vigener künftig verstärkt um die Probleme der saarländischen Grenzgänger kümmern, die in Luxemburg arbeiten - ein wichtiges Thema für den Grünen Kreis. Viele Arbeitnehmer aus unserer Region haben ihren Job im Großherzogtum. Im Bereich der Kranken-und Kindergeldkassen gibt's es vereinzelt Unstimmigkeiten, weil Deutsche Leistungen nicht erhalten, die für Luxemburger selbstverständlich sind. Ein Gesprächsthema war daher am Dienstag die Gesundheitsprämie der luxemburgischen Kindergeldkassen, die den saarländischen Grenzgänger bisher vorenthalten blieb. Die luxemburgische Seite erkannte bislang die Vorsorgeuntersuchungen der deutschen Kinderärzte nicht an. Jetzt sollen die Untersuchungen (U1 bis U9) in Deutschland den Untersuchungen in Luxemburg gleichgestellt werden. "Der deutsche Pass mit seinen Eintragungen wird künftig von luxemburgischer Seite akzeptiert. Saarländer, die im Großherzogtum arbeiten, erhalten dann ebenfalls ohne Wenn und Aber die Gesundheitsprämie, wenn sie mit ihren Kindern zu den Ärzten gehen", kündigte Vigener an. Auch um Senioren wollen sich beide Länder künftig verstärkt kümmern. Ein Projekt ist beispielsweise die Einführung von Seniorensicherheitsberatern, die ältere Menschen in häuslicher Sicherheit und in Kriminalprävention schulen. mür