Gemeinde Perl ehrt auf Neujahrsempfang erfolgreiche und engagierte Bürger

Perl : Respekt vor tollen Leistungen an der Obermosel

Bürgermeister Ralf Uhlenbruch zeichnete beim Neujahrsempfang im Schengen-Lyzeum Perler Bürger für ihre Verdienste aus.

Die Würdigung des Ehrenamtes und die Auszeichnung verdienter Bürger (siehe Infobox) standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Gemeinde Perl im deutsch-luxemburgischen Schengen-Lyzeum am Freitagabend. Bei einem kurzweiligen, umfangreichen Programm und „Mut machenden Begegnungen“, wie Bürgermeister Ralf Uhlenbruch (CDU) sagte, feierten rund 500 Besucher gemeinsam einen schwungvollen Auftakt ins neue Jahr.

In einer Kommune stelle das Ehrenamt eine wichtige Säule des Gemeinwesens dar. „Viele Studien belegten“, sagte der Perler Bürgermeister, „dass ehrenamtlich tätige Menschen in Deutschland mehrere Milliarden Stunden Arbeit pro Jahr leisteten, in Geld ausgedrückt ein Wert größer als 40 Milliarden Euro.“ Und doch sei Geld das, was bürgerliches Engagement gerade nicht auszeichne, betonte der Verwaltungschef: „Vielmehr geht es um einen ganz anderen Wert: Es geht ganz wesentlich um Zeit und persönlichen Einsatz, es geht um den persönlichen Einsatz für Kinder und Jugendliche, für kranke und alte Menschen, für Natur und Umwelt, für Heimat und Kultur, für Kirchen, Sport und Politik. Kurz gesagt geht es ganz wesentlich um ein verständnisvolles Miteinander in unserer Gesellschaft.“

Um dies mit Leben zu füllen, bedürfe es Menschen, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen. Hier forderte Uhlenbruch alle auf, sich einzubringen, ganz gleich oder alt, Mann oder Frau, wohlhabend oder weniger wohlhabend.

Beim Neujahrsempfang im deutsch-luxemburgischen Schengen-Lyzeum trafen drei  Bürgermeister aufeinander:  Amtsinhaber Ralf Uhlenbruch (v.r.) und seine Vorgänger Bruno Schmitt und Toni Hoffmann. Foto: Ruppenthal

Auch wenn das Ehrenamt den Freiwilligen manches abfordere, bürgerliches Engagement zahle sich aber aus. „Es nützt der Gesellschaft, es nützt den Menschen, denen es gilt, und es nützt den ehrenamtlichen Tätigen selbst,“ betonte der Bürgermeister.

Bei seinem Rückblick auf 2019 zog Uhlenbruch eine positive Bilanz und erinnerte an die Sanierung des alten Schulgebäudes in Perl, der Kita Oberleuken und des Hochbehälter, die Schaffung von Baugebieten in Tettingen-Butzdorf und Sinz, die diversen Straßensanierungsmaßnahmen, den Neubau des THW-Gebäudes sowie neue Ansiedlungen im Gewerbegebiet Besch.

Zahlreiche Veranstaltungen hätten beispielhafte Akzente gesetzt, wie der Weinschmaus am Katzenhaus, das Sportfestival der der Großregion, das saarländische Mosel-Weinfest in Nennig, das Sechs-Stunden-Mountainbike-Rennen Gladiatorrace, das Äppelfeschd, der erste Trailrun Naturpark Saar-Hunsrück oder der Marsch für Europa. Als weitere Highlights nannte er die Fair-Play-Tour, das THW-Leistungsabzeichen, die Vor-Tour der Hoffnung, die saarländischen Montain-Bike-Schulmeisterschaften sowie der grenzenlose Wandertag.

Nach der Digitalisierung der Ratsarbeit, der digitalen Auftragsverwaltung und der Neugestaltung der Internetseite gebe es auch im neuen Jahr Vieles anzupacken. Uhlenbruch verwies dabei auf den Neubau des Feuerwehrgerätehaus Besch, die Schaffung weiterer Flächen für Gewerbeansiedlungen, die Mountainbike-Anlage am Schengen-Lyzeum, den Neubau eines neuen Clubheims für den FC Perl und die weitere Sanierung der Hochbehälter. Neue Bebauungspläne, die Entwicklung der Baugebiete, alternative Energien und E-Mobilität, Trinkwasseraufbereitung, die Einwohnerentwicklung, die Schulentwicklungsplanung und die weitere Aufwertung des Bildungsstandortes stellten weitere Herausforderungen dar.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Marco Boesen sowie dem Chor „Cantate“ Perl. Mit von der Partie war die Kindertanzgarde des BBC Besch. Durch das Programm führte Daniel Neu.