Gedenken an Gefallene und Getötete am Volkstrauertag in Sinz

Volkstrauertag in Sinz : „Wir denken an die Opfer von Gewalt und Krieg“

Nach der Vorabendmesse zum Volkstrauertag fand am Kriegerehrenmal auf dem Friedhof in Sinz eine kleine Gedenkfeier und Kranzniederlegung statt. Pfarrer Uwe Janssen und Ortsvorsteher Michael Fixemer gedachten dabei unter dem Jahresthema des Volkstrauertages „Den Opfern eine Stimme geben“ der Kriegstoten.

„Wir denken heute und hier an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker“, sagte Ortsvorsteher Michael Fixemer in seiner Gedenkrede. „Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren. Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurden.“ Weiterhin gedachte man derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet hatten und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Sowohl der Ortsvorsteher als auch Pastor Uwe Janssen betonten, dass man ebenfalls trauere um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz um die Friedenserhaltung ihr Leben verloren. Mit einem Dank an die Feuerwehrleute aus Sinz, die am Kriegerehrenmal mit ihren Fackeln Spalier standen, und den folgenden Worten beendete Ortsvorsteher Fixemer die eindrucksvolle Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Sinzer Friedhof: „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

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