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Für große Verdienste um Weinbau geehrt

Für große Verdienste um Weinbau geehrt

Nach Helmut Herbers Ernennung zum Okonomierat hat sich SZ-Mitarbeiter Philipp Anton mit dem Winzerverbands-Präsidenten unterhalten.

Für Winzerpräsident Helmut Herber gab es am Samstag gleich drei Gründe zur Freude. Eigentlich feierte er zusammen mit Familie und Freunden seinen 60. Geburtstag nach. Die Feier nutzte Umweltminister Reinhold Jost als passenden Rahmen, um Herber zum Ökonomierat zu ernennen. Die größte Freude machte ihm allerdings Sohn Matthias und Schwiegertochter Kimberly, die zwei Tage vor der Feier Herbers die gesunde Enkelin Emily zur Welt brachte.

Anlass für die Ernennung zum Ökonomierat waren Herbers Verdienste um den saarländischen Weinbau . Er führte den saarländischen Weinsommer ein, ebenso die Probiertage der Perler Winzer. Außerdem setzte sich Herber für die biologische Bekämpfung des Traubenwicklers ein, machte somit die konventionelle Methode mit Pestiziden entbehrlich. Nicht zuletzt beteiligte der Perler Winzer sich maßgeblich daran, die saarländischen Weine zu einer festen Größe in Deutschland zu machen. Für Jost gab es daher keinen Zweifel: "Sie sind der beste Botschafter des Weines im Saarland ".

Anerkennung sprach auch Richard Schreiner, Präsident der Landwirtschaftskammer aus: "Um so erfolgreich zu sein, braucht es viel harte Arbeit, gute Mitarbeit und natürlich verlässliche Partner." Für den weiteren Erfolg ist laut Schreiner auch eine Nachfolge notwendig. Darum brauche er sich ja keine Gedanken mehr zu machen.

Der Perler Bürgermeister Bruno Schmitt bezeichnete in einer launigen Rede den Winzer Helmut Herber als "Vorbild für seine Mitbürger" und dass er beispielhaft Europa in der Region lebe. Was bedeutet die Ernennung zum Ökonomierat ihnen persönlich?

Helmut Herber: Es ist eine große Ehre für mich. Ich sehe es in Anerkennung meines Engagements im saarländischen Winzerverband und Weinbau als eine schöne Geste.

Inwiefern können Sie den Titel nutzen?

Herber: Wir werden damit werben, denn das ist auch auch eine Auszeichnung für unser Weingut.

Sie waren kurzeitig auch in der Kommunalpolitik tätig. Wie kamen Sie dazu?

Herber: (Lacht) Na ja, damals wollten meine Freunde und ich uns engagieren, also bin ich der Jungen Union beigetreten. Das war die geeignete Plattform dafür, und schon bald konnte ich mich Gemeindeverbandsvorsitzender nennen. Daraufhin wurde ich Kreisvorsitzender der JU und schaffte es sogar in den Kreistag. Später konzentrierte ich mich jedoch auf Weinbau .

Das soziale Engagement ist geblieben. Seit Jahren setzen sie sich beim Rotary-Club Saarlouis-Merzig für Schwächere ein. Was ist das Besondere am Clubleben?

Herber: Wir fördern die Tafel, haben bereits einen Bus gestiftet, sammelen Lebensmittel. Auch kleinere Projekte in der Region unterstützen wir. Das Schöne daran ist, was Gutes zu tun und dabei Freunde und Gleichgesinnte um sich zu haben. Ich finde es ist wichtig, dass man sich auch außerhalb seiner normalen Kreise bewegt.