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Friedenslicht von Bethlehem an der Obermosel eingetroffen

Schengen : Friedenslicht erreicht Region

Perler Sankt-Georgs-Pfadfinder brachten das Friedenslicht von Limburg nach Schengen.

Das Friedenslicht von Bethlehem ist im Dreiländereck an der Obermosel angekommen. Obwohl in diesem Jahr Corona-bedingt in Österreich keine Aussendefeier stattfand, hat das Licht dennoch seinen Weg von der Geburtsgrotte Jesu mitten ins Herz von Europa erfolgreich hinter sich gebracht. Die Perler Sankt-Georgs-Pfadfinder haben das Licht von Limburg an der Lahn nach Perl gebracht und noch am dritten Advent abends die Lichter-Stafette in einer kurzen Zeremonie am Europadenkmal in Schengen an die luxemburgischen Freunde weitergegeben. Elias Leg (17) und Clara Mohr (11) war es vorbehalten, die Flamme weiterzureichen. Der Luxemburger Alt-Pfadfinder Edy Welfringer (72) und Georges „Fabi“ Faber, Kommissar für spirituelle Angelegenheiten bei den Pfadfindern des Großherzogtums, würdigten in kurzen Ansprachen die Bedeutung des Friedenslichtes und schilderten seine Entstehungsgeschichte.

Für die Perler und die Luxemburger Pfadfinder hat das Thema der diesjährigen Aktion angesichts der Corona-Pandemie und der Grenzschließung im Sommer dieses Jahres eine ganz besondere und wichtige Bedeutung, heißt es doch „Frieden überwindet Grenzen“.

Corona-bedingt fand die Übergabezeremonie am Schengener Europadenkmal dieses Mal nur in kleinem Kreise statt. Vor sechs Jahren führte das Friedenslicht von Bethlehem exakt 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges Hunderte von Pfadfindern aus ganz Deutschland, aus Luxemburg, Frankreich und Belgien auf der Schengener Moselbrücke zusammen, um nach dem damaligen Motto „Brücken schlagen“ eindrucksvoll für Frieden und Völkerverständigung zu demonstrieren.

Die Aktion „Friedenslicht von Bethlehem“ zieht so seit über 30 Jahren eine immer größer werdende Lichtspur quer durch Europa und die Welt und verbindet Pfadfinder sowie kirchliche und soziale Gruppierungen aller Konfessionen und Religionen in ihrem Streben nach Frieden und Gerechtigkeit miteinander.

Die Perler Pfadfinder werden bis zu den Weihnachtstagen ihr Friedenslicht in Perl und Umgebung weiter verteilen – wegen Corona möglichst kontaktfrei und unter Einhaltung aller notwendigen Schutzmaßnahmen.

Interessenten können aber auch am 24. Dezember im Rahmen der „offenen Kirche“ in Perl ihr ganz persönliches Friedenslicht in der Zeit von 15 bis 17 Uhr im Perler Gotteshaus abholen.