Erleichterung an der Mosel

Nennig/ Remich. Der Nenniger Ortsvorsteher Karl Fuchs (Foto: SZ) wies am Donnerstag auf die wichtige Bedeutung der Moselbrücke für die wirtschaftliche Entwicklung der Region hin. Und er sprach davon, dass man in Nennig aufatmet, dass die Bauarbeiten endlich beendet seien

Nennig/ Remich. Der Nenniger Ortsvorsteher Karl Fuchs (Foto: SZ) wies am Donnerstag auf die wichtige Bedeutung der Moselbrücke für die wirtschaftliche Entwicklung der Region hin. Und er sprach davon, dass man in Nennig aufatmet, dass die Bauarbeiten endlich beendet seien. Er rief zugleich in Erinnerung, dass man nun bereits die dritte Eröffnung der Moselbrücke zwischen Nennig und Remich feiern dürfe. Henri Kox, stellvertretender Bürgermeister von Remich, hob die wichtige Bedeutung der Grenzbrücke für die touristische Aufwertung seiner Gemeinde hervor. Nicht zuletzt dank dieser Brücke werde Remich auch weiterhin ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen und Besucher darstellen. Allenthalben gab es Lob dafür, dass die Arbeiten immerhin zwei Wochen früher als geplant abgeschlossen wereden konntenNur halb so schlimm wie vor Beginn der Arbeiten vielfach befürchtet worden war, sollen die Auswirkungen der Schließung der Moselbrücke in Remich für die lokale Geschäftswelt gewesen sein, sagte der Remicher Bürgermeister Jeannot Belling am Tag der Freigabe. Remich sei eben auch rein national gesehen ein beliebtes Ausflugsziel. Dennoch müsse man das Ganze relativ betrachten: Zwar hätten die bekannten Geschäftslokale entlang der Esplanade kaum negative Auswirkungen durch die Schließung der Brücke erfahren, doch die kleineren Gaststätten beispielsweise hätten darunter gelitten. Allerdings, so Belling, sei ihm kein einziger Fall von Entlassung in Zusammenhang mit der Sperrung der Brücke am Grenzübergang Nennig-Remich bekannt.Gérard Moes, Präsident der lokalen Vereinigung der Handwerker und Geschäftsleute UCAR, zeigte sich seinerseits auch erleichtert darüber, dass die erwarteten negativen Auswirkungen auf die Remicher Geschäftswelt ausgeblieben sind. Gelitten hätten vor allem die direkten Anrainer.Allerdings habe man durchaus feststellen können, dass die Schließung auch positive Effekte auf das Leben in der Moselortschaft hatte. Durch die Arbeiten habe Remich eine enorme Verkehrsberuhigung erfahren, was zur Steigerung der Lebensqualität von Bewohnern wie Besuchern beigetragen habe, sagte Moes.Mit der Freigabe der Brücke für den Pkw- und Lkw-Verkehr ändert sich auch für Grenzpendler einiges an den Übergangsregelungen, die im vergangenen halben Jahr gegolten hatten: So hat die provisorische Fähre für Fußgänger und Radfahrer, die zwischen den Moselufern von Nennig und Remich verkehrte, zeitgleich mit der Wiedereröffnung der Brücke ihren Betrieb eingestellt. Die eigens eingerichtete Fußgänger- und Radfahrerfähre war dabei 172 Tage in Betrieb, absolvierte dabei rund 11 000 Fahrten und transportierte rund 120 000 Personen auf die andere Moselseite. Auch die Benutzer der Busverbindung nach Luxemburg, dem Saar-Lox-Bus, müssen sich ab der kommenden Woche auf Änderung einstellen: Wie die Verkehrsgesellschaft Saarpfalzbus, die diese Buslinie betreibt, mitteilte, ist ab kommenden Montag, 2. November, wieder der Routen- und Zeiten-Fahrplan in Kraft, der vor Sperrung der Brücke gegolten hatte. Nach Auskunft von Dirk Joris vom Saar-Lux-Bus-Kundenservice hat es lediglich "leichte Veränderungen" auf der Linie 156 gegeben, die von Perl über Nennig nach Luxemburg führt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.saarpfalzbus.de. Den ab Montag gültigen Fahrplan zum Herunterladen gibt es unter :http://saarluxbus.userboard.org/download/neuer-fahrplan-t57.html#p371. "Mir ist kein Fall von Entlassungen wegen der Sperrung bekannt."Jeannot Belling, Bürgermeister