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Entsorgungsverband informiert über neue Abwasseranlage

Entsorgungsverband informiert über neue Abwasseranlage

Nennig. Läuft alles nach Plan, soll der Abwasserkanal ab Sommer kommenden Jahres die Abwässer aus Nennig zur Reinigung in die neue Kläranlage Perl-Besch transportieren. Während die Arbeiten zur Fertigstellung auf Hochtouren laufen, informierte der Entsorgungsverband Bürger von Perl über den Bau des Hauptsammlers Perl-Nennig

Nennig. Läuft alles nach Plan, soll der Abwasserkanal ab Sommer kommenden Jahres die Abwässer aus Nennig zur Reinigung in die neue Kläranlage Perl-Besch transportieren. Während die Arbeiten zur Fertigstellung auf Hochtouren laufen, informierte der Entsorgungsverband Bürger von Perl über den Bau des Hauptsammlers Perl-Nennig. Der Bau der Abwasseranlage Perl-Besch insgesamt bringe für die Mosel, in die heute die Abwässer der anzuschließenden Kommunen noch ungereinigt geleitet werden, eine enorme Entlastung, sagen die EVS-Verantwortlichen. Während der erste Bauabschnitt des Hauptsammlers Perl-Nennig eine Druckleitung vom Kläranlagen-Standort bis in Höhe des Bahnhofes Nennig bereits seit Mai läuft, startete der zweite Bauabschnitt erst kürzlich. Der Entsorgungsverband Saar investiere in den zweiten Bauabschnitt des Hauptsammlers Perl-Nennig rund zwei Millionen Euro. Der erste Bauabschnitt sei mit 800000 Euro zu Buche geschlagen. Die Maßnahme umfasst den Bau eines Hauptsammler-Teilstückes mit Regenüberlaufbecken und Entlastungskanal zur Mosel, eines Pumpwerkes sowie die Errichtung einer Druckleitung für den Hauptsammler Nennig-Besch, so die EVS weiter. Das nördlich des Sportplatzes gelegene Regenüberlaufbecken hat ein Stauvolumen von 500 Kubikmetern. Das Becken entlastet bei starkem Regen den Kanal, indem hier überschüssiges Mischwasser (Regenwasser und Schmutzwasser) gepuffert wird. So kann die Kläranlage mit dem Wasser gleichmäßig beschickt werden, was für deren Betrieb optimal ist. Auch die Mosel profitiert von dieser Technik, weil auch bei starkem Regen der Kanal nicht überlastet wird und daher kein verschmutztes Wasser in das Gewässer abgeschlagen werden muss. Der 380 Meter lange Entlastungskanal verläuft ausgehend vom Regenüberlaufbecken teils in unbefestigtem Gelände und teils in der Straße "Zur Moselbrücke". Er mündet in Nähe der Moselbrücke in die Mosel. In einem weiteren Schritt wird der parallel zur Eisenbahn verlaufende Kanal, der von seinem Querschnitt her nicht ausreicht, um die anfallenden Regenmengen zu befördern; um einen weiteren Kanal ergänzt. Parallel zu den Arbeiten des EVS baut die Gemeinde Perl einen Sammelkanal für das Schmutzwasser aus dem Bereich Zollamt/Campingplatz Rothaus - mit Anschluss an das in einer befestigten Parkfläche nördlich des Campingplatzes "Moselbrück" gelegene EVS-Pumpwerk.