Eine Tafel für Perl

Perl · Seit Oktober gibt es auch in Perl eine Tafel. Günter Leuck, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Besch brachte die Idee auf den Weg. Viele ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die Ausgabestelle in der Kirschenstraße.

 Das Helferteam in der Perler Tafel. Foto: Kurt Petry

Das Helferteam in der Perler Tafel. Foto: Kurt Petry

Foto: Kurt Petry

Was tun, wenn das Geld nicht einmal reicht, um Lebensmittel einzukaufen? Ob Arbeitslose, Alleinerziehende oder Rentner - diese Sorge quält viele von Tag zu Tag. Und zurzeit vor allem auch Flüchtlinge . Die Tafel kann den Betroffenen aber ihre Sorge nehmen. Dort bekommen Flüchtlinge und einheimische Bedürftige für 1,50 Euro pro Person vom Handel überschüssige Lebensmitttel gespendet. Seit Oktober gibt es auch in der Gemeinde Perl eine solche Tafel. In einer Garage in der Kirschenstraße, der ehemaligen Unterkunft der DRK-Rettungsstation, verteilen Helfer jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr vorbestellte Lebensmittelkisten und auch Kleider an Bedürftige. Die Tafel lebt rein von Spenden. Zugekauft wird nichts. Für alle Bedürftigen ist diese Einrichtung eine gute Möglichkeit, sich wohnortnah und günstig mit dem Nötigsten zu versorgen.

Die Idee, auch in Perl eine Tafel einzurichten, stammt von Günter Leuck, dem Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Besch. Zuvor hatte er die Flüchtlinge in Perl regelmäßig zur Merziger Tafel gebracht. Diesen Aufwand können sie sich seit Oktober sparen. In der Gemeinde hatte Leuck einige Mitstreiter gefunden, die ihn bei der Umsetzung seiner Idee unterstützten. Und auch bei dem VdK-Landesverband und bei den Verantwortlichen der Merziger Tafel fand man schnell einen Weg, die Idee in die Praxis umzusetzen.

Mittlerweile gibt es auch zwei Kleiderkammern. Eine kleinere ist bei der Perler Tafel in der Kirschenstraße dabei. Für eine große Kleiderkammer stellte der Inhaber der Firma Kohl-Pharma der Tafel kostenlos vier Räume in Perl bereit.

Sechs ehrenamtliche Helfer sind dort fleißig am Wirbeln. Sie sorgen für Ordnung, indem sie die vielen Kleiderspenden entsprechend nach Kindersachen, Männer- bzw. Frauenbekleidung sowie nach Größen sortiert in Regale einordnen. Über die vielen Spenden von Kleidern, über Elektrogeräte bis hin zu Spielsachen freuten sich die Helfer. Das zeige, wie aufgeschlossen und hilfsbereit die Perler gegenüber den Flüchtlingen sind.

Die Ausgabestelle in der Kirschenstraße ist jeden Freitag von 14 bis 17 geöffnet; es werden dann dort in der Vorwoche

vorbestellte Lebensmittelkisten beziehungsweise Bekleidung ausgegeben. Die große Kleiderkammer in der Ortsmitte ist nach Bedarf beziehungsweise nach Bestellung geöffnet.

Das Helferteam weist darauf hin, dass diese Ausgabestellen nicht nur für Flüchtlinge , sondern auch für Bedürftige aus der Gemeinde Perl geöffnet sind.

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