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Eine Stunde länger in guter Obhut

Eine Stunde länger in guter Obhut

Der Gemeinderat Perl stimmte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für das neue Kita-Betreuungsangebot. Die Verlängerung der Betreuungszeiten bringt aber auch eine Erhöhung der Elternbeiträge mit sich.

Die Gemeinde Perl wird zum 1. März eine Ausweitung der Betreuungszeiten in der Kita Perl ermöglichen, wobei dies auch mit höheren Beiträgen für die Eltern verbunden ist. Außerdem wird bei Kindern mit Wohnsitz im Ausland, die das Perler Angebot zur Kinderbetreuung nutzen, ein pauschaler Aufschlag von 25 Prozent zum regulären Gebührensatz verlangt. Der Gemeinderat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig einen entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Das neue Betreuungsangebot resultiert aus der Einführung einer altersgemischten Gruppe zum 1. März, in der 13 Kinder im Kindergartenalter (von drei bis sechs Jahren) sowie fünf Kinder im Krippenalter (bis drei Jahre) gemeinsam betreut werden - und zwar von 7 bis 18 Uhr, also elf Stunden lang. Bislang war die Höchstbetreuungszeit in den Kindertagesstätten der Gemeinde auf zehn Stunden begrenzt. Für diese Ganztagsbetreuung zahlen Eltern bei Kindergartenkindern 120 Euro im Monat (für das erste Kind) und bei Krippenkindern 280 Euro monatlich (für das erste Kind). Lediglich für Kindergartenkinder, deren Wohnsitz im Ausland liegt, gab es bislang eine eindeutige Regelung: Hier mussten die Eltern bei einer zehnstündigen Betreuung 132 Euro zahlen, bei einer Betreuung über neun Stunden lag der Satz bei 117 Euro statt regulär 108 Euro. "Bei der Ausschreibung der neuen Krippenplätze in der Kita Perl hat sich gezeigt, dass aktuell für fünf Kinder aus Frankreich die Aufnahme in die Kinderkrippe beantragt wird", hieß es von Seiten der Verwaltung in der Beratungsvorlage zur Sitzung. Es ist nach Auffassung der Verwaltung regelmäßig damit zu rechnen, dass Kindergarten- und Krippenplätze in der Gemeinde Perl auch von Eltern mit Wohnsitz in Frankreich und Luxemburg nachgefragt würden.

Generelle Regelung



Da es bisher nur für zwei ganz bestimmte Betreuungsmodelle eine klare Gebührenordnung in diesem Fall gebe, sah die Verwaltung es als ratsam an, eine generelle Regelung zu finden.

Diese soll nun mit dem pauschalen Aufschlag von 25 Prozent auf die regulären Gebührensätze getroffen werden. Zugleich musste der Rat auch entscheiden, welche Gebühr Eltern mit Wohnsitz in Deutschland für die um eine Stunde verlängerte Betreuungszeit erhoben wird. Hier schlug die Verwaltung einen Zuschlag von 28 Euro auf die bisherigen Sätze für die zehnstündige Betreuung vor. Das bedeutet: Wer ab 1. März ein Kind im Kindergartenalter in der Zeit von 7 bis 18 Uhr in der Kita Perl betreuen lässt, zahlt hierfür 148 Euro im Monat, bei einem Kind im Krippenalter werden in diesem Fall 308 Euro fällig.

CDU-Fraktionsvorsitzender Ernst Rudolf Ollinger regte eine Vereinbarung mit den Trägern der vier Kitas in Perl an, wonach bei der Vergabe der Betreuungsplätze keine Kinder aus der Gemeinde zugunsten von Kindern mit Wohnsitz im Ausland benachteiligt werden dürfen.