Eine Heimat für die örtlichen Vereine

Eine Heimat für die örtlichen Vereine

Seit Beginn dieses Schuljahres wird die Grundschule in Besch nicht mehr genutzt. Dennoch soll sie erhalten werden. Und das, obwohl für den Perler Gemeinderat jüngst den Abriss beschlossen hat.

Der Ortsrat von Besch beharrt auf seiner Forderung, das seit dem neuen Schuljahr geschlossene Grundschulgebäude in dem Ort vorerst zu erhalten. Gleichzeitig verwahrt er sich gegen den Beschluss des Perler Gemeinderates vom 30. August, mit dem die Ratsmehrheit sich dafür ausgesprochen hatte, das Schulgebäude in Besch abzureißen und an dessen bisherigem Standort den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit Räumen auch für die Dorfgemeinschaft zu errichten. Rund zwei Wochen später hat der Ortsrat von Besch hingegen mit sieben Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen, dass er hinsichtlich der Standortfrage für Feuerwehrgerätehaus/Bürgerhaus an seinem Beschluss vom 19. November 2014 festhält.

Darin spricht sich der Ortsrat dafür aus, dieses Gebäude auf einem von der Gemeinde bereits erworbenen Grundstück südlich des Sportplatzes zu errichten. Die Zuwegung solle dabei über die Moselstraße erfolgen, das Gebäude solle auch Umkleideräumen für die Nutzer des Sportplatzes sowie Jugendräume enthalten. Gleichzeitig beantragte der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung, das Erdgeschoß des Schulgebäudes zur Nutzung durch Bescher Vereine bis zu einer eventuellen endgültigen Entscheidung über das Schicksal des Gebäudes freizugeben.

Ortsrats-Mitglied Günter Munhofen stellte in seiner Sitzung klar, dass nach Aussage des Vorsitzenden des CDU-Fraktion im Gemeinderat, Ernst-Rudolf Ollinger, und auch des CDU-Gemeindeverbandes in einer Stellungnahme in der Saarbrücker Zeitung (SZ vom 2. September) die zum neuen Schuljahr erfolgte Schließung der Bescher Schule im Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom 22. März nicht vorgesehen gewesen sei. Vielmehr sei nach Aussage des CDU-Gemeindeverbandes beabsichtigt gewesen, den Standort Perl zu sanieren und im Anschluss sukzessive mit einer Verlegung von Besch nach Perl zu beginnen.

Nach Aussage von Munhofen habe aber bereits am 22. Februar ein aus Besch kommendes Mitglied der CDU-Gemeinderatsfraktion vor der damals noch fünfköpfigen CDU-Ortsratsfraktion Besch vom Abriss der Schule zugunsten von Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhaus gesprochen.

Ähnlich habe sich Fraktionschef Ollinger geäußert: "Am 23. März, einen Tag nach dem Schließungsbeschluss des Gemeinderates, versprach der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion in einem Telefongespräch mit mir, er wolle sich jetzt dafür einsetzen, dass Besch so schnell wie möglich ein Feuerwehrgerätehaus mit Gemeindesaal bekommen solle", erklärt Munhofen.

Angesichts der hier ins Feld geführten Dringlichkeit zum Bau eines Feuerwehrgerätehauses, die auch seitens des Ortsrates nicht bestritten werde, und angesichts der nach Meinung der Gemeinde fehlenden Alternativstandorte sollte die Schließung der Schule nach Überzeugung von Munhofen so schnell wie möglich umgesetzt werden. Dafür sei "ganz allein die CDU-Gemeinderatsfraktion" verantwortlich, ergänzt Munhofen.

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