Eichenprozessionsspinner an der Traumschleife Dolinenweg

Perl : Spinner machen Dolinenweg zur „Albtraumschleife“

Eine kleine Raupe sorgt derzeit im ganzen Saarland für großen Ärger: der Eichenprozessionsspinner. Das Tier baut seine Nester in zahlreichen Bäumen im ganzen Land und ruft bei Kontakt schmerzhaften Hautausschlag hervor.

Wegen der Wirkung, die die Haare der Raupe bei Mensch und Tier haben können, sorgt sich nun unter anderem Gabi Kussani. Die Jägerin war kürzlich im Bereich Perl unterwegs und hat große Nester der Raupen an vielen Bäumen entdeckt.

„Das Problem ist, dass es direkt am Weg ist“, schildert sie die Situation, die sie nach ihren Worten bei Sehndorf, Nennig und Tettingen-Butzdorf vorgefunden hat. Unter anderem führt an den von ihr entdeckten Stellen die Traumschleife Dolinenweg vorbei, „das ist allerdings eher die Albtraumschleife“, bemerkt sie. Ihr Vorwurf: Nirgendwo in dem Bereich gebe es Sperrungen oder Schilder, die auf die Gefahr hinweisen. „Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung nicht gewarnt wird“, betont sie.

Gabi Kussani hat an mehreren Bäumen in der Gemeinde Perl die typischen Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Foto: Gabi Kussani

Patrick Müller von der Gemeinde Perl weiß um das Problem mit den Raupen. Er betont, dass die Gemeinde in allen öffentlichen Bereichen, in denen der Prozessionsspinner gemeldet wird, entweder Absperrungen vornehme oder Hinweisschilder aufstelle. Bei dem Bereich, auf den sich Kussani beziehe, handele es sich jedoch um Privatwald. „Dort ist der Eigentümer zuständig“, erläutert Müller die Lage. Die Gemeinde habe den Eigentümer angeschrieben und gebeten, entsprechende Hinweise aufzustellen. Unterstützung hierbei habe sie ebenfalls angeboten. Außerdem weist er darauf hin, dass die Gemeinde im Amtsblatt Informationen über die Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner herausgegeben hätte.

Die Gemeinde Perl bittet die Bürger, auffällige Stellen dem Fostamt unter Tel. (0 68 67) 6 61 54 zu melden.

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