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Die Schule soll im Dorf bleiben

Die Schule soll im Dorf bleiben

Eine Prüfung, ob aus der Zweigstelle wieder eine eigenständige Schule in Besch werden kann, ist ein Wunsch des Bescher Ortsrates. Der zweite: eine Sanierung des Gebäudes. Denn Grundschüler gibt es genügend.

Die einstimmige Entscheidung des Bescher Ortsrates spricht den Besuchern aus dem Herzen: Bürgermeister Ralf Uhlenbruch soll die Eigenständigkeit der Bescher Schule prüfen lassen. Danach soll eine Sanierung folgen. Beifall brandete aus den Reihen von rund 80 Zuhörern auf. "Wir können nur eine Empfehlung aussprechen", fügte Ortsvorsteher Herbert Weber in der Sitzung des Ortsrates in der Grundschule hinzu. Das letzte Wort hat laut dem CDU-Mann der Gemeinderat. Der müsse am Dienstag, 22. März, 18 Uhr, im Schengen-Lyzeum in einer Sondersitzung entscheiden. Grund für die Beratungen: Ursprünglich sollte bis Ende Mai ein Schulentwicklungsplan vorliegen. Bis dahin sollte abgeklärt sein, wohin die Reise geht: eine Renovierung des Schulgebäudes von 1928 in Perl oder eine des Schulgebäudes von 1962 in Besch . "Ich würde gerne beide sanieren lassen", sagte Bürgermeister Uhlenbruch (CDU ). "Doch beides zusammen lässt die Haushaltslage der Gemeinde nicht zu", begründete er kürzlich gegenüber der SZ mit Blick auf die Kassenkredite von über sechs Millionen Euro, die die Kommune zu schultern hat. Über Jahre sei eine Sanierung hinausgeschoben worden. Die Sanierung des Gebäudes in Perl verschieben und die in Besch vorziehen, lautete der Vorschlag, den SPD-Gemeindeverbandschefin Doris Petzinger machte. Laut Gemeindeverwaltung und Schulleitung kann, so Petzinger und Michael Fixemer, SPD-Fraktionschef im Perler Gemeinderat, der Schulunterricht in Perl ab dem kommenden Schuljahr im Gebäude von 1964 erfolgen. Somit sei das Gebäude von 1928 ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr für den Schulbetrieb erforderlich. Auch der neuere Bau in Besch von 1962 spreche dafür und gegen das Gebäude von 1928 in Perl. Was den Beschern jetzt in die Hände spielt: Die Frist für den Schulentwicklungsplan ist verlängert worden.

"Warum diese Eile?", fragten sich Ortsratsmitglieder und Zuhörer. Da kam die Anregung von Günter Munhofen gerade recht. Der Bauausschuss des Gemeinderates hat nach den Worten von Munhofen vor dem Ortsrat beraten - nach seiner Ansicht ein Verfahrensfehler. Daher seine Forderung: Der Gemeinderat soll die Entscheidung vertagen - ein Vorstoß, den der Bescher Ortsrat einstimmig verabschiedet. Norbert Müller (SPD ) hatte zuvor das neue Gesetz aus dem Bildungsministerium ins Spiel gebracht. "Die Bescher Schule kann jetzt wieder eigenständig werden."