| 20:17 Uhr

Leserbrief
Das kann man alles nicht verstehen

Haushatlt Perl

Nach sieben Jahren reagiert die Politik auf einen Haushalt aus 2011. Wie kann so was sein? Dies fragt sich ein Bürger, der den Gemeinderat beauftragt hat, die Projekte in seiner Gemeinde zu überwachen und zu regeln. Wie kann es sein, daß am Gemeinderat selbst, an mehreren Ausschüssen in der Gemeinde und an anderen Instanzen vorbei zuviel Geld gezahlt worden sein soll. Kann in dieser Gemeinde kein Mitglied des Gemeinderates rechnen. Wenn ein Projekt beschlossen wurde, muß es auch bezahlt werden. Ob die Projekte nötig waren, ist Pflicht des Gemeinderates zu prüfen. Muß nun ein Prüfungsausschuss des Kreises, nach wie vielen sonstigen Prüfungen, feststellen, daß Geld über dem Budget bezahlt wurde. Dies sagt doch aus, daß der Gemeinderat über sieben Jahre nicht wußte, wieviel Geld er zur Verfügung hatte.


Wem außerdem nützt diese ganze Prüfungsorgie oder ist das nur eine Arbeitsbeschaffung. Denn wie heißt es so schön – einem leeren, alten Karren hinterherlaufen bringt gar nichts mehr. Bei Projekten, wie dem Flughafen BER, Stuttgart 21 oder dem Pavillion in Saarbrücken wurden die Mehrkosten wenigstens im Vorweg schon genannt, obwohl hier geht es ja um andere Summen. Aber in Perl merkt man das erst sieben Jahre später.

Lieber Gemeinderat, konzentriert euch auf die Ausgaben die ihr vor Euch habt, wie zum Beispiel die Kosten für die Schließung der Grundschule Besch, die Sanierung des alten Schulgebäudes, die Ertüchtigung der Grundschule und Instandsetzung des Perler Bahnhofs. Hier werden ebenso heruntergerechnete Kosten genannt, wie in 2011. Diese wurden des öfteren schon nachgerechnet und als Phantasiepreis erkannt. Oder wollt ihr mit dieser Mitteilung die Unfähigkeit eines Gemeinderates darlegen, oder den Bürger davor warnen , die oben genannten Maßnahmen könnte noch teurer werden und gleichzeitig zeigen, daß der neue Bürgermeister, der dies erkannt hat, so gut ist, dass er einen Bonus verdient hat. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.



Bemerkenswert ist ja, dass vergangene Zahlen und Abrechnungsdaten jetzt öffentlich genannt werden. Heute werden Kosten zu jeder geplante Maßnahme unter der Decke gehalten und in nichtöffentlichen Sitzungen beschlossen, obwohl ja der Bürgermeister im amtlichen Mitteilungsblatt objektive, transparente und zeitnahe Information verspricht. Man kann die Kosten ruhig veröffentlichen, denn die Überprüfung der Ausgaben findet frühestens 2024 statt. Und was ist bis dahin?