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Dachstuhlbrand: Dachstuhlbrand hält Feuerwehr in Atem

Dachstuhlbrand : Dachstuhlbrand hält Feuerwehr in Atem

Vier Verletzte und großer Sachschaden: Das ist die Bilanz eines Großbrandes, zu dem die Einsatzkräfte am Samstag in Perl gleich zwei Mal ausrückten.

Ein kapitaler Dachstuhlbrand sorgte am Samstagmorgen in Perl für einen Großeinsatz der Feuerwehren im Dreiländereck: Dabei wurden zwei mehrstöckige Wohnhäuser im Rabüscheck, auf der Anhöhe kurz vorm Ortseingang („Perler Höhe“), stark beschädigt.

Das Übergreifen auf ein drittes angebautes Gebäude konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Alle Anwohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, sechs Personen wurden jedoch durch den Brand obdachlos. Die Feuerwehr Perl war mit rund 120 Männern und Frauen mit 22 Fahrzeugen aus zehn Löschbezirken über Stunden im Einsatz, dazu die Drehleitern aus Remich, Mondorf und Mettlach sowie Verstärkungskräfte aus Merzig. Die Bundesstraße B407 war infolge des Löscheinsatzes zwischen Borg und Perl für mehrere Stunden voll gesperrt.

Die Höhenlage und die schlechte Wasserversorgung im Rabüscheck erschwerten anfangs die Löscharbeiten. Im Verlaufe des Einsatzes konnte jedoch trotz der langen Wegstrecke eine gut funktionierte Wasserversorgung aufgebaut werden, nachdem man in der Tallage eine Hauptversorgungsleitung angezapft hatte. Starker Rauch hüllte über Stunden ganz Perl und das Moseltal in eine dichte Nebelwolke. Die Ursache des Brandes ist bislang noch unbekannt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Neben Feuerwehr und Polizei waren Sanitäts-Einsatzkräfte von DRK und MHD sowie die Notfallseelsorge vor Ort.

Glutnester in einer Zwischenwand sorgten am späten Samstagabend dann erneut für einen Großeinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Jetzt war auch das dritte Haus in Gefahr – und seine Anwohner. Vier Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten medizinisch behandelt werden. Vorsorglich stand neben dem Notarzt eine ganze Armada von Rettungsfahrzeugen des DRK bereit. Wieder arbeiteten luxemburgische und Perler Feuerwehrleute Hand in Hand. Bis 2 Uhr in der Nacht musste zudem auch wieder die Bundesstraße 407 voll gesperrt werden. Vorsorglich wurde an der Einsatzstelle eine Brandwache eingerichtet.

Die Bilanz des Brandes: Vier Verletzte und massiver Sachschaden an den drei Häusern. Nach Feuerwehrangaben soll der Brand im Erdgeschoss des mittleren Gebäudes ausgebrochen sein und verursachte einen Totalschaden.

 Auf Drehleitern bekämpften Einsatzkräfte den Brand.
Auf Drehleitern bekämpften Einsatzkräfte den Brand. Foto: Ruppenthal

Auch der Dachstuhl des rechtsseitigen Gebäudes – es soll leer gestanden haben – wurde komplett zerstört und ist ebenfalls eingestürzt. Durch das Übergreifen des Feuers am Samstagabend, aber auch durch Hitze, Rauch und Löschwasser entstand nun auch an dem dritten Gebäude links neben der Ausbruchstelle massiver Sachschaden.