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Auszeichnung für Manfred Stegmann für 50-jähriges Wirken als Kirchenrechner

Ehrung in Tettingen : Er hat die Finanzen der Pfarrei im Blick

Seit einem halben Jahrhundert ist Manfred Stegmann aus Tettingen-Butzdorf als Kirchenrechner tätig. Dafür wurde er nun geehrt.

„Viele, viele Jahre sind nun vergangen, die in dankbarer Erinnerung das ehrenamtliche Engagement von Manfred Stegmann geprägt haben und deren Früchte sich in vornehmster Weise entfaltet haben und, so hoffe ich, auch in Zukunft noch entfalten werden.“ So lauteten die Dankesworte von Pfarrer Uwe Janssen anlässlich des 50-jährigen Dienstjubiläums von Kirchenrechner Manfred Stegmann. Die Pfarrei St. Remigius Tettingen-Butzdorf/Wochern und die Pfarreien-Gemeinschaft Perl drückten in einem Fest-Hochamt in der Pfarrkirche in Tettingen ihren Dank und ihre Anerkennung für diese Tätigkeit aus.

Im Oktober 1970 erhielt Manfred Stegmann seine Berufung zum Kirchenrechner seiner Heimat-Pfarrei durch Pfarrer Rose. Es ist ihm seither gelungen, mit sehr viel Fleiß und Energie und gestützt durch sein Fachwissen aus seiner beruflichen Tätigkeit bei der Sparkasse Merzig-Wadern die Finanzen der eigenen Pfarrei in Tettingen, aber auch der anderen Pfarreien innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Perl unter der Mitwirkung der einzelnen Verwaltungsräte auf eine solide Grundlage zu stellen. In seiner Zeit als Kirchenrechner hat er einige Pfarreien finanziell auf solide Beine gestellt, also quasi saniert, auch die Finanzen des Kirchengemeindeverbandes wurde auf seine Initiative hin neu geordnet zum Wohle der Pfarrgemeinden.

Vor allem das Engagement in seiner Heimatpfarrei Tettingen zeugt von seiner Qualifikation als Kirchenrechner. Denn St. Remigius erwirtschaftet zum Beispiel heute mit 70 000 Euro Erträgen über 300 Prozent mehr als im Jahre 1970. Dieses Geld wird aber auch gebraucht, denn in der Pfarrei tut sich einiges (siehe Infokasten).

Neben seiner Tätigkeit als Kirchenrechner und damit Verwalter der Pfarrgemeinde-Mittel hat Stegmann ungezählte Arbeitsstunden während all dieser Baumaßnahmen geleistet für Baustellenbetreuung, Bauorganisation, Eigenleistungen, Behördentermine, Beschaffung von Drittmitteln in beachtlicher Höhe, und einiges mehr.

Doch nicht nur als Kirchenrechner – übrigens heute noch der einzig verbliebene im gesamten Bistum Trier – hat sich Manfred Stegmann in der Kirche betätigt. Seine Bindung und sein ehrenamtliches Engagement begannen mit seinem zehnten Lebensjahr. Bis 1970 war Stegmann in seiner Heimatgemeinde in Klotten an der Mosel in der Jugendarbeit tätig. Am 11. Juni 1970 zog Manfred Stegmann von Klotten nach Tettingen-Butzdorf. Seit 1969 ist er Mitglied im Pfarrgemeinderat Tettingen und seit 2009 dessen Vorsitzender. In dieser Tätigkeit hat er in der Pfarrei St. Remigius unter anderem ein wöchentliches Rosenkranzgebet etabliert, die Wiedereinführung der Ostereieraktion in die Wege geleitet, die Wiederbelebung von Sternsingern und Kläbberern auf die Wege gebracht, den Nikolausbesuch in der Kapelle in Wochern organisiert und einiges mehr.

Über 20 Jahre war er in der Pfarrkirche Kommunionhelfer (von 1983 bis 2008). In der Pfarreiengemeinschaft Perl ist er seit zehn Jahren Vorsitzender des Pfarreienrates. Auch war er Mitbegründer des Perler Pilgerstabes, der seit vielen Jahren die Wallfahrten nach Klausen, Sierck, nach Trier und nach Perl zum Heiligen Quirinus organisiert. Seit es die jährlichen Heilig-Rock-Wallfahrten nach Trier gibt, ist Manfred Stegmann dort im Helferteam des Bistums. Ebenfalls war er zwei Wahlperioden lang Mitglied im Dekanatsrat.

Die Leiterin des Arbeitsbereiches Ehrenamtsentwicklung beim Bistum Trier, Michaela Tholl, würdigte die Verdienste im kirchlichen Ehrenamt von Manfred Stegmann und überreichte ihm eine Urkunde von Bischof Stephan Ackermann als Anerkennung und Dank für seine 50-jährigen ehrenamtlichen Dienste. Perls Bürgermeister Ralf Uhlenbruch, Diakon Benno Wolpertinger und Dr. Olaf Roller würdigten ebenfalls die Verdienste von Manfred Stegmann und überreichten ihm Präsente der Gemeinde Perl, der Pfarreiengemeinschaft Perl und des Verwaltungs- und Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Remigius Tettingen-Butzdorf/Wochern.

Stegmann selbst sagte: „Ich habe in all den Jahren versucht, meine Pflicht zu erfüllen und dabei versucht, unsere Kirchengemeinden in Perl sicher in die Zukunft zu führen.“ Das sei bei acht Pfarrern in den 50 Jahren nicht immer einfach gewesen. „Aber Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Pfarrgremien in den Pfarreien ist vieles gelungen. Denn nur gemeinsam konnten die gesteckten Ziele in dieser Zeit erreicht werden“.