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Ausstellung „Grenzregion – im Wandel der Zeit“ im Schengen-Lyzeum.

Ausstellung im Schengen-Lyzeum Perl : Wie sich die Moselregion verändert

Nächste Station der Ausstellung „Grenzeregion – im Wandel der Zeit“ ist das Schengen-Lyzeum in Perl. Eröffnung ist Dienstag, 19 Uhr.

Im Rahmen des Mikroprojekts „Grenzregion – im Wandel der Zeit“ entstand eine gleichnamige Ausstellung gemeinsam mit den Gemeinden Perl und Schengen, die eindrucksvoll die Veränderungen der Moselregion in den vergangenen 100 Jahren darstellt. Diese wird nun im Laufe der nächsten Monate an mehreren Standorten zu sehen sein. Am Dienstag, 17. Mai, um 19 Uhr, wird die Ausstellung im Schengen-Lyzeum Perl eröffnet. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: j.mayer@villa-fuchs.de oder Tel. (0 68 61) 9 36 70. Es ist eine Veranstaltung des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Perl und Schengen sowie des Schengen-Lyzeums Perl.

Zusätzlich wurde in der Projektphase ein Film produziert. In ihm wurde der Wandel in der Grenzregion visualisiert, mithilfe von alten Fotos, aktuellen Filmaufnahmen und Interviews von Menschen aus der Region. Besonders imposant dürften hierbei die Drohnenaufnahmen sein, die die Moselregion aus der Luft zeigt.

Der Film unterstreicht den Wandel nochmals eindrucksvoll, vor allem, weil Zeitzeugen zu Wort kommen, die ihn aus ihrer Sicht beschreiben. Ehemalige und aktuelle Bürgermeister von Schengen und Perl sind genauso zu sehen und zu hören, wie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der beiden Gemeinden, die ihre Sicht über den strukturellen und gesellschaftlichen Wandel in der Grenzregion erzählen. Der Film wurde von einem professionellen Filmemacher produziert. Markus Trennheuser hat für diesen Film viele Tage in der Grenzregion verbracht, Aufnahmen gemacht und Interviews geführt. Aus vielen Stunden Rohmaterial ist ein 45-minütiger Film entstanden, der auch für Schülerinnen und Schüler hoch interessant sein dürfte, weil er einen Exkurs in die jüngere Geschichte der Moselregion darstellt. Der Film wird erstmals im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Perler Schengen-Lyzeum gezeigt.

Geprägt von den beiden Weltkriegen und dem späteren Zusammenwachsen haben die Menschen diesseits und jenseits der Grenze zueinandergefunden. Es war ein Prozess, der sich über viele Jahrzehnte hin zum Positiven entwickelt hat. Denn gerade in dieser Zeit waren die Beziehungen zwischen Luxemburgern und den Menschen auf der gegenüberliegenden Uferseite der Mosel geprägt von Misstrauen. Trotz allem hat dennoch ein Prozess des Zusammenwachsens stattgefunden, der nicht mehr aufzuhalten war. Der Prozess der Annäherung fand seinen vorläufig sichtbaren Höhepunkt im Schengener Abkommen. Von nun an konnte die Region an der Grenze ohne Barrieren zusammenwachsen. Dieser Prozess hält bis heute an und ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Um die Ausstellung realisieren zu können, fanden im Voraus zwei Bürgerbegegnungen statt, bei denen historische Bilder mitgebracht und die Geschichten dazu erzählt werden konnten. Sie zeigen, dass die Veränderungen diesseits und jenseits der faktisch nicht mehr vorhandenen Grenze weiter im Gange sind und vor allem sich sehr gleich auf beiden Seiten entwickeln.

Aus den gesammelten Fotografien ist ein Dokument der Zeitgeschichte entstanden, das die Grenze im Wandel sehr beeindruckend zeigt. Jede einzelne Bilderstele erzeugt Emotionen, weil auf ihnen Menschen, Gebäude, Ereignisse, Regionen und Straßen zu sehen sind, die es aus der heutigen Perspektive so nicht mehr gibt, aber im Gedächtnis vieler Menschen immer noch präsent sind.

Die ausgestellten Bilder können ab Mittwoch, 18. Mai, bis Mittwoch, 15. Juni, im Schengen-Lyzeum Perl von Montag bis Freitag, 16 bis 18 Uhr, besichtigt werden.

Das dazugehörige Mikroprojekt wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms INTERREG VA Großregion gefördert.