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Borg: Archäologie hautnah erleben

Borg : Archäologie hautnah erleben

Auf dem Gelände der Villa Borg finden laufend archäologische Grabungen statt.

Die Villa Borg im Dreiländereck - während der Sommermonate ein gern besuchtes Ausflugsziel - besteht nicht nur aus einem herrschaftlichen Wohnbereich. Nur der ist rekonstruiert und hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem touristischen Anziehungspunkt gemausert.

Die römische Villa Borg war in alten Zeiten auch ein landwirtschaftliches Gut mit allen dazugehörigen Nebengebäuden wie Scheunen, Stallungen, Werkstätten und Unterkünften für die Mitarbeiter. Derzeit graben Archäologin Inken Vogt und ihre Mitarbeiter das zweite von insgesamt 17 Nebengebäuden aus. Es enthielt eine Küche für die einfachen Arbeiter, wie Inken Vogt zu berichten weiß, wenn man so will so etwas wie die Kantine. Auf der einen Seite der Grabung ist zudem bereits die Außenmauer des Gebäudes zu sehen. Auf der anderen Seite gibt es zudem einen Entwässerungskanal, hinten noch mit Steinplatten abgedeckt, vorne aber bereits geöffnet. „Wie man sieht, liegt das Nebengebäude 2 auch heute noch in einem feuchten Loch“, erklärt die Grabungsleiterin. Das Problem bestand nach ihren Worten schon in römischer Zeit, deshalb baute man diesen Kanal, der heute aber leider nicht mehr funktioniere. „Sonst wäre unsere Arbeit in der Grabung auch leichter“, führt Inken Vogt weiter aus. Ein Besuch der römischen Villa Borg lohnt sich also immer, selbst wenn man die Anlage bereits kennt und schon das ein oder andere Mal da gewesen war. Wo sonst kann man in unserer Region schon Archäologen über die Schulter schauen? Und bei Fragen stehen die Experten durchaus auch gerne Rede und Antwort. Und nicht zuletzt lässt es sich in der Taverne der Villa während des Besuches auch trefflich relaxen, - wenn es sein  soll auch ganz nach Römerart.