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Besch
Anwalt: „Genehmigung des Umweltministeriums ist eine Farce“

Perl. Was Rechtsanwalt Michael Heuchemer in Harnisch bringt, ist die erneute Genehmigung der Schwanenstation in Besch durch das Umweltministerium. Dass die Verantwortlichen im Haus von Reinhold Jost gestatten haben, dass Ehefrau Brigitte die Stelle von  Lothar Lorig einnimmt und die Schwanenstation leitet, nennt er eine Farce.

 „Uns war – im Einklang mit dem schriftlichen Vermerk aus dem Januar  – klar kommuniziert worden, dass in Perl Schluss sein soll“, sagt der Jurist aus Bendorf in Rheinland-Pfalz. Im März oder April sollten die gesunden Tiere nach seinen Worten ausgewildert werden und die anderen nach Nordrhein-Westfalen kommen. Heuchemer: „Erst im Nachgang habe ich, wissend, dass es diesen Vermerk geben muss, Einsicht in diesen erkämpft und dabei gelesen, dass  das umfangreich vorliegende Material genügt, die Zuverlässigkeit von Lorig in Frage zu stellen. Umfangreich und richtig nach dem Gesetz begründet, sollte daher die Auflösung bis 31. März diesen Jahres erfolgen.“


Den plötzlichen Sinneswandel des Ministeriums kommentiert er:  „Wie kann es sein, dass dann der Frau des nach eigener Auffassung der Behörde Unzuverlässigen die Station überantwortet wird?“ Gegen diese Genehmigung will er nach seiner Darstellung jetzt vorgehen – mit einer Verbandsklage im Namen der Tierbefreiungsoffensive Saar (TIBOS) vor dem Verwaltungsgerich in Saarlouis. Dabei bemüht er kurioserweise unter anderem das Jagdrecht – wegen des Vorwurfs der Wilderei .Dabei ist aus seiner Sicht kein Widerspruch, das Jagdrecht einzusetzen. Denn die Verurteilungen von Lorig wegen Wilderei in der Vergangenheit würden belegen, dass Lorig nicht die erforderliche „Zulässigkeit“ zum Umgang mit Tieren und zum Betrieb einer solchen Station besitze, befindet Heuchemer.