220 Händler bei Markt in Nennig angemeldet - Wetter macht Probleme

Flohmarkt in Nennig : Viele gehen im idyllischen Weinort auf Schnäppchenjagd

Weit über 200 Händler bauten beim Floh- und Trödelmarkt ihre Stände auf. Doch das Wetter spielten ihnen übel mit.

„Rund 220 Händler und Betreiber hatten sich angemeldet, wegen des unbeständigen Wetters waren wohl nicht alle erschienen“, sagte Lilly Weiler vom Verkehrsverein. Schmuck, Kleider und Handtaschen haben Ingrid Wein und Lisa Andersen seit rund 20 Jahre im Gepäck, wenn sie nach Nennig reisen. „Die Atmosphäre hier ist einmalig. Es kommen nette Leute zu uns, wir führen tolle Gespräche auch über den Verkauf hinaus miteinander, dazu machen wir guten Umsatz“, nennen die Damen Gründe für ihre Teilnahme. Sabine Schill aus Weiten ist ebenfalls Stammgast.

„Mit der Haushaltsauflösung meiner Oma habe ich hier angefangen“, sagte sie. In Nennig imponieren ihr „die ordentliche Organisation sowie die strengen Regeln“ für das Warenangebot. Das muss nach ihren Worten alles antik, alt und schon mal gebraucht worden sein. Es dürfe auch viel gefeilscht werden. Für Nicole Winterstein-Bohr und ihren Freund aus Büdingen hatte sich der Besuch „auf dem schönsten Flohmarkt weit und breit“ gelohnt. „Wir konnten ältere Deko-Gegenstände für Haus, Hof und Garten erwerben. Natürlich haben wir auch gehandelt und das eine oder andere Schnäppchen gemacht.“ Auf den Mann aus Büdingen wartete noch ein Knochenjob: Er musste die Einkäufe im Anschluss bis zum Parkplatz ins Auto schleppen.

Utensilien aus dem Haushalt und Dinge, die Kinder begeistern, hatten Barbara Leitz aus Losheim und Miriam Santos-Stein aus Brotdorf im Angebot. „Mit Spielsachen lässt sich am besten etwas Geld verdienen“, wissen die beiden aus Erfahrung. Fündig geworden ist das Ehepaar de Ruiten aus Holland, das seit Jahren nach Nennig kommt. „Ein Pferdegeschirr haben wir erstanden.“ Zu Hause werde es mit Blumen dekoriert. „Der Preis konnte von 20 Euro um die Hälfte heruntergehandelt werden“, ergänzte er. Weniger Erfolg hatte Werner Schäfer aus Saarfels. „Weil heute bei uns kein Fußball ist, besuche ich diesen Markt mit meiner Frau“, verriet er. Als Fan von Comicheften mit den Helden wie Lucky Luke oder Asterix sei man immer auf der Suche nach Exemplaren, die man noch nicht besitze. Doch er sei leer ausgegangen.

Am frühen Nachmittag schlug das Wetter um: Regen und Wind kamen auf. „Um 15 Uhr war diesmal leider Schluss, erstmals in der Geschichte des Marktes, und das ausgerechnet im Jahr des Vereinsjubiläums“, verriet Lilly Weiler vom Verkehrsverein.

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