Nennig : 100 neue Mitfahrer-Parkplätze

164 Stellplätze bietet jetzt der Mitfahrer-Parkplatz „Zur Moselbrücke“ auf dem ehemaligen Zollgelände nach der Umgestaltung, die 280 000 Euro kostete. In Nennig stellte Rehlinger auch das Beleuchtungskonzept vor.

Gut, richtig und notwendig. So bezeichnete Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ) die Umgestaltung des Mitfahrer-Parkplatzes "Zur Moselbrücke" in Nennig bei der Eröffnung am Freitag. In nur zwei Monaten wurden 100 neue Parkplätze geschaffen - darunter ausgewiesene Stellplätze für Frauen und Behinderte in Nähe der Straße. 164 Parkplätze bietet die Anlage insgesamt. Höhenbegrenzer im Einfahrtsbereich sollen sicher stellen, dass der Parkplatz ausschließlich von Pkw genutzt wird. Lkw können seit der Sanierung nicht mehr einfahren. Außerdem zieren den Platz seit der Umgestaltung Pflanzeninseln. Kostenpunkt der Sanierungsarbeiten: 280 000 Euro .

Und auch in Zukunft soll weiter in den Parkplatz investiert werden. Denn Rehlinger war nicht nur nach Nennig gereist, um die neue Anlage freizugeben. Bei ihrem Besuch im Landkreis stellte sie auch ein Beleuchtungskonzept für saarländische Mitfahrerparkplätze vor, das gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erarbeitet wurde. "Gerade in Zeiten wie diesen sollten wir für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen", sagte Rehlinger. Auch wenn es keine Verpflichtung gebe, Mitfahrer-Parkplätze zu beleuchten, sehe sie darin die Voraussetzung dafür, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer von dem Angebot Gebrauch machen - ohne sich zu ängstigen.

"Von den vorhandenen fernverkehrsrelevanten Parkplätzen im Saarland sind aktuell zehn beleuchtet", teilte Wirtschaftsministerin Rehlinger mit. Der LfS bereite nun den weiteren Ausbau der Beleuchtung vor. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass bei weiteren zehn Plätzen eine nahegelegene Anschlussmöglichkeit an das vorhandene Energiefestnetz bestehe. Bei 13 Mitfahrerparkplätzen müsse zusätzlicher Aufwand getrieben werden. Bei einer Ausleuchtung aller 36 Plätze im Saarland würden die Baukosten schätzungsweise bei 880 000 Euro liegen. Für die Betriebskosten würde, bei Verwendung von LED-Lampen, ein Betrag von 29 200 Euro jährlich anstehen. Solarbetriebene Beleuchtungsanlagen seien für viele Standorte nicht geeignet.

"Der nächste Schritt ist eine Prioritätenliste", informierte Rehlinger. Dabei soll festgelegt werden, welche Mitfahrer-Parkplätze vorrangig mit einer Beleuchtung ausgestattet werden. Bei der Auswahl spielten Kriterien wie Einsehbarkeit, Helligkeit, Lage zur Straße, Kosten und zeitlicher Bedarf eine Rolle, sagte die Ministerin.

Der neu eröffnete Parkplatz auf dem ehemaligen Zollgelände wurde im Zuge der Umgestaltung bereits mit so genannten Leerrohren ausgestattet. Darin können elektrische Leitungen verlegt werden. Doch wann die Beleuchtung stehen soll, ist noch nicht klar.

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