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Kolumne Wort zum Alltag
Ostern, Fundament unseres Glaubens

Wenn man so aus dem Fenster schaut, will man doch gar nicht meinen, dass es Frühling werden will. Doch die ersten Sonnenstrahlen haben wir schon genießen dürfen. Nach einem langen Winter mit Schnee und Regen tut das gut. Wärme, Licht und das Gezwitscher von Vögeln in den Bäumen nimmt zu, die Tage werden länger. Der Frühling kommt!

Diese Jahreszeit ist ein gutes Beispiel für das Fest, das letzten Sonntag gefeiert wurde. Ostern, das höchste und wichtigste Fest der Christen. Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.


Im neuen Testament wird uns erzählt, dass das Grab, in das sie den Leichnam Jesu gelegt hatten, leer war. Es wird uns nicht erzählt, wie die Auferstehung vonstatten ging. Nur vom leeren Grab ist die Rede. Dieser „missing link“, was genau bei der Auferstehung geschehen ist, fehlt uns! Mit menschlichem Verstand können wir es nicht begreifen.

„Glauben heißt nicht Wissen“ lautet ein bekanntes Sprichwort, aber „Glauben heißt Hoffen“. Die Frauen und Männer, die mit Jesus zu Lebzeiten unterwegs waren, konnten es auch nicht fassen, als ihnen erzählt wurde, dass Jesus auferstanden ist.

Wir Christen feiern dieses wundersame und für uns Menschen kaum fassbare Ereignis, denn es ist das Fundament unseres Glaubens. So wie im Winter alles tot scheint, beginnt im Frühling die Natur wieder zu wachsen. So ist auch Ostern ein freudiges Fest, denn die Erzählungen aus den Evangelien geben uns Mut zu glauben, dass der Tod nicht die Endstation, sondern ein neuer Anfang ist.

Pascal Donau, Jahrespraktikant in der Pfarreiengemeinschaft Weiskirchen