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Neuer Zustellstützpunkt der Deutschen Post entsteht in Dagstuhl

Kostenpflichtiger Inhalt: Neubau in Dagstuhl : Postler feierten mit Wadernern Richtfest

Baubeginn für den Zustellstützpunkt der Deutschen Post im Gewerbepark Am Hals im Waderner Stadtteil Dagstuhl war Mitte Juli.

Mit dem Zitat von Antoine de Saint-Exupery „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen“, eröffnete Jörg Bahls, Leiter der Deutschen Post-Niederlassung Saarbrücken, das Richtfest für den neuen Zustellstützpunkt der Deutschen Post. Der Stützpunkt entsteht im Gewerbepark Am Hals im Waderner Stadtteil Dagstuhl. Bahls begrüßte Bürgermeister Jochen Kuttler und Bauamtsmitarbeiter Frank Backe, Führungskräfte der Post, Kommunalpolitiker sowie die nahezu gesamte Gruppe der Mitarbeiter, die einen ersten Blick auf ihren zukünftigen Stützpunkt warfen.

Dachdecker- und Zimmermannsmeister Udo Förster, begleitet von drei seiner Gesellen, alle in Berufskleidung, sprach den Richtspruch: „Glück und Segen soll Euch in Eurem Hause stets begegnen. Ein festes Dach überm Kopf, stets Gutes im Topf, Schutz vor Gewitter und Regen, nur lauter Glück und Segen, das wünschen wir mit Freude zum Richtfest heute. Möge Gott alle Gefahren von diesem Haus abwenden und alle, die durch die Tür ein- und ausgehen beschützen“. Er hob das Glas und prostete den Gästen zu.

Mit Blick in die Vergangenheit sagte der Leiter der Niederlassung, dass der Standort Wadern schon immer eine bedeutende Rolle für die Post gespielt habe. Das ehemalige Postamt mit Verwaltung sei 1969 bezogen. Es habe aber jetzt nicht mehr den Ansprüchen für den heutigen Geschäftsbetrieb entsprochen, daher sei es auch verkauft worden. „So sind wir zu der Entscheidung gekommen, hier im Gewerbepark eine neue Betriebsstätte zu errichten, um gleichzeitig damit eine Zeichen für den regionalen Standort Wadern zu setzen“, betonte Bahls.

Baubeginn des Stützpunktes mit knapp 600 Quadratmetern Gebäudefläche auf 4170 Quadratmetern Grundstücksfläche war Mitte Juli. Nach knapp sechswöchiger Arbeitszeit steht der Rohbau, der Dachstuhl ist errichtet. „Bei den noch ausstehenden Arbeiten ist es unser Ziel, die postalisch anspruchsvollen Wochen vor Weihnachten in den neuen Räumlichkeiten anzugehen“, sagte er.

Das neue Postzentrum biete 21 Zustellrevieren Platz und sei besonders im Frachtbereich für einen erwarteten Paketmengenzuwachs von rund 50 Prozent ausgelegt. Das Gebäude werde energetisch auf dem aktuellen Stand sein, habe eine Fußbodenheizung, die Wärmeerzeugung erfolge mittels einer Außenluft-Wasser-Wärmepumpe. Zudem gebe es eine Vorrüstung für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Haus verfüge über alle modernen Anforderungen, die für eine zuverlässige Zustellung der anvertrauten Sendungen Grundvoraussetzung geworden seien. Alle Verteil- und Ladetätigkeiten erfolgen laut Post auf einer Ebene, kurz seien die Wege für die Beladung unter einem Vordach. Die Be- und Verarbeitung erfolge mit Sendungsscanner, mittelfristig auch mit einer Elektro-Kfz-Flotte. Täglich starten nach Mitteilung der Post 18 bis 20 Verbundzusteller von Wadern aus zu ihren Zustellbezirken.

Die Briefe und Pakete für die Kunden aus den Postzahlenbereichen 66 687 (Stadt Wadern mit Stadtteilen) sowie 66 709 (Gemeinde Weiskirchen und ihre Ortsteile) laufen über den neuen Zustellstützpunkt.

Bahls dankte dem Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler, der Wirtschaftsförderung, Frank Backes vom Bauamt für eine tolle Unterstützung, den am Bau beteiligten Firmen, dem Bauplanungsbüro DK-Plan sowie der Firma Kaiman-Bau.

Verwaltungschef Kuttler hob die Bedeutung des neuen Verteilzentrums für die Region hervor, nannte die Entscheidung für einen Neubau im Gewerbepark eine gute Idee, die man gerne seitens der Verwaltung unterstützt und gefördert habe. Der Neubau biete eine gute Voraussetzung für ein zukünftig erfolgreiches Arbeiten. „Natürlich freut uns auch die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen“, sagte Kuttler.