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energetische Sanierung
Modernisieren schont die Umwelt und den Geldbeutel

Merzig-Wadern. Wie Eigenheim-Besitzer im Grünen Kreis staatliche Fördermittel beantragen können.

Wie man sein Haus energetisch modernisiert und Fördermittel beantragt, verrät die Verbraucherzentrale des Saarlandes. „Wer sein Haus energetisch auf Vordermann bringt, spart nicht nur Heizkosten, sondern reduziert damit auch den Ausstoß von Kohlendioxid“, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale. Ein solches Engagement unterstützt der Staat ihren Worten nach mit einem umfangreichen Förderprogramm.


Die Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können laut Verbraucherzentrale als Zuschüsse oder verbilligte Darlehen gewährt werden. „Je nach Umfang der Modernisierungen betragen die Zuschüsse zwischen 10 und 30 Prozent der Kosten für die Maßnahmen“, sagt Becker. Verschiedene Bereiche des Hauses oder der Wohnung könnten demnach energetisch modernisiert werden: Wärmedämmung von Wänden und/oder dem Dach, Austausch von Fenstern, Optimierung der Heizung sowie Einbau von Lüftungstechnik. Dabei könne sich die energetische Modernisierung auf das ganze Haus oder nur einzelne Eigentumswohnungen beziehen. In beiden Fällen profitiere der Wohnungseigentümer von den Förderprogrammen der KfW.

Cathrin Becker erklärt, wie man zur Förderung kommt: „Lassen Sie sich von einem unabhängigen Energieberater zu Ihren Modernisierungsmöglichkeiten und Förder-
optionen beraten. Alle baulichen Maßnahmen bei Wohnungseigentum müssen in der Wohnungs-Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden. Auch bei Maßnahmen, die nur eine Wohnung betreffen, kann Gemeinschaftseigentum berührt sein wie etwa bei einer Etagenheizung, die an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen ist.“



Zur Beantragung der KfW-Förderungen benötigen Verbraucher laut Becker zwingend einen Sachverständigen. Dieser übernehme die energetische Fachplanung und die Bestätigung der Einhaltung der Förderbedingungen. Das BAFA fördert mit einem Zuschuss Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage. Dazu gehören der Austausch stromfressender Pumpen, der sogenannte hydraulische Abgleich sowie zahlreiche weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Höhe des Zuschusses beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition. Bei allen Fragen zur energetischen Sanierung hilft die Energieberatung.

finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10, statt. Anmeldung unter Tel. (0  68  61) 54  44 oder unter Tel. (0681) 5  00  89  15.