Zuhörer stellen in Orscholz den Kandidaten Fragen Bürger nehmen Kiefer, Kerber und Weber in die Zange

Orscholz · Die Aufforderung der beiden Moderatoren Christian Beckinger (SZ) und Ulli Soumann von Radio Saarschleifenland geht beim Kandidaten-Check im Cloef-Atrium nicht ins Leere: So mancher Gast nutzt die Gelegenheit, den drei Kandidaten auf den Zahn zu fühlen.

 Im Mettlacher Cloef-Atrium präsentierten sich die drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 9. Juni vor gut 400 Besuchern.

Im Mettlacher Cloef-Atrium präsentierten sich die drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 9. Juni vor gut 400 Besuchern.

Foto: Michael Rauch

So moniert Franz Kufer aus dem Mettlacher Ortsteil Keuchingen, dass die Arbeiten von so manchen Fremdfirmen nicht von der Verwaltung überwacht würden. Nach Ansicht von CDU-Kandidat Manuel Kerber ist dies Aufgabe des zuständigen Leiters. Amtsinhaber Daniel Kiefer (SPD) bittet den Mann, der Verwaltung seine genaue Adresse mitzuteilen. Dann komme ein Verantwortlicher raus, um sich die Sache anzusehen. Nach Ansicht des FDP-Kandidaten Rainer Weber ist hier der Bauhof in der Pflicht. Wie unterschiedlich Firmen ans Werk gehen, beweist laut Kiefer der laufende Glasfaserausbau. Schnelles Internet wolle jeder. Dass die Kommunen bei dem Projekt vom Bund unterstützt werden, sei erfreulich. In vielen Fällen müssten die Mitarbeiter des Bauhofes allerdings Schäden beseitigen. Nach Ansicht von Kerber war die Sache sehr gut gestartet. „Die Umsetzung ist so lala“, kritisiert er. Derweil treibt Andreas Boos aus Orscholz die Fragen nach dem Natur- und Waldschutz um. „Die Bewirtschaftung des Waldes spielt eine große Rolle“, sagt Weber. Nach seiner Meinung lässt man die Bäume zu lange stehen. Er fordert dazu auf, der Kraft der Natur zu vertrauen. Laut Kerber ist der Rat der Fachleute, die einen guten Job machen, vonnöten. Mit ihnen müsse Wald für die Zukunft entwickelt werden. Denn er sei nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch immens wichtig für den Naturschutz. Laut Kiefer bestehen 60 Prozent der Mettlacher Baumbestände aus Nadelholz. Durch Hitze und Trockenheit habe sich der Borkenkäfer fast ungehemmt ausgebreitet. Die Folgen: ein Riesenschaden für den Gemeindewald. Jetzt gelte es, einen Mischwald für die Zukunft anzulegen. „Das ist eine Aufgabe für die kommenden drei bis vier Jahrzehnten.“

Franz Kufer

Franz Kufer

Foto: Michael Rauch