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Josefstag
Zimmerleute feiern ihren Schutzpatron

Seit jeher ist der Josefstag im Mettlacher Abteibräu Feiertag. Die Zimmerleute feiern zünftig den Namenstag ihres Schutzpatrons. Auch wurde der eigens für diesen Tag gebraute Josefssud angeschlagen.
Seit jeher ist der Josefstag im Mettlacher Abteibräu Feiertag. Die Zimmerleute feiern zünftig den Namenstag ihres Schutzpatrons. Auch wurde der eigens für diesen Tag gebraute Josefssud angeschlagen. FOTO: Ruppenthal
Mettlach. Traditionell ist der Josefstag im Mettlacher Abteibräu Feiertag. Seit dem Mittelalter feiern die Zimmerleute den Namenstag ihres Schutzpatrons auf zünftige Weise. Und da die Betreiberfamilien des Mettlacher Brauhauses Fell und Schorn einer Holz- und Zimmermannsdynastie entstammen, ging es auch dieses Mal entsprechend rund. Staatssekretär Roland Krämer und Bierkönigin Bianca blieb es vorbehalten, das Fass mit dem eigens gebrauten Josefssud anzuschlagen. Die „Oldies“ sorgten für Blasmusik-Stimmung.

Das Josefsfest entwickelte sich im Mittelalter. Der 19. März als Datum findet sich erstmals im zwölften Jahrhundert. 1870 erklärte Papst Pius IX. den heiligen Josef, den Bräutigam der Gottesmutter, von Beruf Zimmermann, zum Schutzpatron der ganzen Kirche.


In etlichen Regionen vieler Länder, darunter Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Spanien und Kolumbien, ist der Josefstag gesetzlicher Feiertag. In Bayern wurde der Josefstag 1969 als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, wird aber vor allem bei der ländlichen Bevölkerung nach wie vor gefeiert. Der Verein Königlich-Bayerische Josefspartei setzt sich für die gesetzliche Wiedereinführung des Feiertags ein. Ähnlich ist es in Italien. Hier wurde der Josefstag 1977 als gesetzlicher Feiertag gestrichen. Dem römischen Parlament liegen aber immer wieder Gesetzesentwürfe vor, die die Wiedereinführung als gesetzlichen Feiertag vorsehen, was von vielen italienischen Priestern und Kardinälen begrüßt würde. Selbst der frühere Papst Benedikt XVI. setzte sich dafür ein.

Auch etliche Bauernregeln widmen sich dem Josefstag. So heißt es: „Ein schöner Josefstag – ein gutes Jahr verheißen mag.“ Oder: „Ist’s am Josefstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr“, „Ist’s Josef klar, gibt’s ein gutes Honigjahr.“ Und wohl unumstritten gilt: „Wenn“s erst einmal Josefi ist, so endet der Winter gewiss.“

Hoffentlich bald, wird dabei so mancher denken, der den derzeit noch viel zu kalten Temperaturen überdrüssig ist.