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„Wir wollten den Flüchtlingen ihre neue Heimat zeigen“

„Wir wollten den Flüchtlingen ihre neue Heimat zeigen“

25 überwiegend junge Leute aus Syrien und Eritrea lernten bei dem Ausflug das Saarland kennen. Die einzelnen Stationen, darunter auch ein Besuch bei V&B in Mettlach, hatten die Firmbewerber der Pfarrei St. Ludwig-Herz Jesu Spiesen-Elversberg vorbereitet.

Eine ganz besondere Saarlandtour gab es kürzlich bei der Pfarrei St. Ludwig-Herz Jesu Spiesen-Elversberg. Eine Gruppe von Firmbewerbern hatte Flüchtlinge, die in Spiesen-Elversberg leben, eingeladen, ihre neue Heimat kennen zu lernen. 25 Flüchtlinge, darunter viele junge Leute, nahmen die Einladung an und machten sich mit den Firmlingen und den Helfern aus der Flüchtlingsarbeit der Pfarrei auf Entdeckungsreise durch das Saarland.

Erste Stationen waren das Tholeyer Kloster und der Schaumbergturm. Danach ging es zur Cloef und dem schönen Ausblick auf die Saarschleife. Eine Besichtigung im Mettlacher Werk von Villeroy und Boch war eine weitere Station der Busreise, die mit einem gemeinsamen Grillen am Elversberger Pfarrheim einen runden Abschluss fand. Die einzelnen Stationen hatten die Firmbewerber vorbereitet. Tanja Reinheimer aus dem Helferkreis hatte die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Führungen ins Englische und Arabische übersetzt.

Die Idee zu dem Projekt sei ein Bestandteil der aktuellen Vorbereitungen auf die Firmung, erklärten Juliane, Selina und Patricia aus dem Kreis der Firmlinge nach einem Gruppenbild an der Saarschleife. "Ausgestaltet haben wir das aber selbst. Wir wollten den Flüchtlingen einmal ihre neue Heimat zeigen", betonte Patricia. Das Unternehmen sollte auch Spaß machen und Kontakte schaffen helfen. Schon vor der Saarland-Tour waren zwei Flüchtlingsfamilien zu Besuch in der Firmgruppe, man habe geredet und miteinander Fußball gespielt. Den Kontakt wolle man weiter halten, meinte Juliane.

Diakon Alexander Groß, der gemeinsam mit Dechant Olaf Harig die Fahrt begleitete, freute sich über die regen Gespräche und die gute Stimmung während der Tour. Ziel des Tages solle es sein, die jungen Leute mit den Flüchtlingen vertraut zu machen und Kontakte zu fördern. Die Gäste aus Syrien und Eritrea sollten ihre neue Heimat kennen lernen können und das Gefühl spüren, nicht allein zu sein. Der 26-jährige Yassin aus Eritrea war begeistert von dem Ausflugstag. Das Saarland gefalle ihm gut, meinte der junge Mann, der seit einem Jahr im Saarland ist und dessen Schönheiten bisher nur von Bildern kannte. Auch der zwölfjährige Hatem aus Syrien war begeistert. Besonders haben ihm die "freundlichen Menschen" gefallen: "Hier ist es gut".