„Wir sind wieder da“

Rehlinger, Maas und Schulz stimmen die Saar-SPD auf den Wahlkampf ein.

Der Veranstaltungssaal im Cloef Atrium in Orscholz ist brechend voll. "Es ist lange her, dass wir auf einen so vollen Saal geblickt haben", sagt Saar-SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn. Nach offiziellen Angaben sind es rund 850 Menschen, die vor allem wegen ihm gekommen sind: Martin Schulz. Dieser sagte mit Blick auf das Regierungsprogramm der Saar-SPD, das später am Abend verabschiedet wird: "Zusammenhalt ist eine saarländische Tugend steht in eurem Programm. Das muss eine deutsche Tugend werden." Er plädierte für eine Organisation des Staates, bei der der erste Artikel des Grundgesetzes Leitlinie sein müsse: Die Würde des Menschen ist unantastbar. "Der Mensch dürfe kein "Kostenfaktor mit Ohren sein", sagte Schulz.

Zuvor hatte die saarländische SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger in einer streckenweise kämpferischen Rede das Regierungsprogramm ihrer Partei skizziert. Unter der Überschrift "Für ein Saarland mit Zusammenhalt und Stärke" sieht dies unter anderem vor, Gebühren für Krippen und Kitas "nach und nach" abzuschaffen. Zudem soll der Personalabbau bei der Polizei gestoppt werden. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) rief die saarländischen Sozialdemokraten dazu auf, "bis zur letzten Minute" um jede Stimme zu kämpfen. SPD-Landesvorsitzende Heiko Maas sprach von einer "Rückkehr des Selbstbewusstseins". Die sei vor allem Martin Schulz geschuldet, der es innerhalb nur weniger Tage geschafft habe, für die SPD in Umfragen acht Prozentpunkte hinzuzugewinnen. Heiko Maas: "Wir sind wieder da." > Bericht folgt