Will fühlt sich pudelwohl

Sieben Treffer in vier Spielen. So lautet die sensationelle Torausbeute von Mettlachs Rückkehrer Thomas Will. Der Angreifer hat allerdings in diesem Jahr nur noch vier Möglichkeiten, sein Tore-Konto aufzustocken. Denn Will geht bald nach Portugal.

Was für eine Rückkehr für Thomas Will zum SV Mettlach . Nach zwei Jahren in der Oberliga beim 1. FC Saarbrücken II und bei der SV Elversberg II hat sich der 22-jährige Offensivspieler vor dieser Saison wieder den Blau-Weißen angeschlossen. Und trifft und trifft und trifft. Sieben Tore gelangen dem BWL-Studenten in den ersten vier Begegnungen der Fußball-Saarlandliga. Mehr als jedem anderen Spieler. "Besser hätte es natürlich nicht laufen können", freut sich Will.

Auch dank der Tore von Will ist Mettlach in der aktuellen Runde noch ungeschlagen (zwei Siege, zwei Unentschieden) und steht vor dem Heimspiel an diesem Sonntag um 17 Uhr gegen den FSV Hemmersdorf mit acht Zählern auf dem vierten Tabellenplatz. "Hemmersdorf ist ein unangenehmer Gegner, aber wir wollen gewinnen", sagt Will. "Schließlich wollen wir ja in dieser Runde so lange wie möglich oben dabei sein."

Bei diesem Vorhaben kann Will allerdings in diesem Jahr nur noch vier Mal mithelfen. Denn nur in den nächsten vier Begegnungen wird sich der Torjäger noch das blau-weiße Trikot überstreifen. Danach beginnt der 22-Jährige ein Auslandssemester in Lissabon . "Ich bin dann bis Ende Januar weg. Unser Trainer Christoph Gläsner hätte zwar gerne, dass ich zu den Spielen nach Hause komme, aber das geht eher nicht", sagt Will.

Für den Auslandsaufenthalt hat der Mettlacher Offensivspieler auch schon begonnen, portugiesisch zu lernen. "Grob verständigen kann ich mich in der Sprache, mehr geht aber derzeit noch nicht", berichtet Will lachend.

Der studienbedingte Auslandsaufenthalt war für Will auch mit ein Grund, nach zwei Jahren in der Oberliga wieder nach Mettlach zurückzukehren. Als er im Frühjahr bei der SV Elversberg II bekanntgab, dass er den Verein am Runden-Ende verlässt, bekam er dort nur noch selten Einsatzzeiten. Zuvor war Will Stammspieler gewesen. "Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr so berücksichtigt werde. Da war ich am Schluss schon ziemlich unzufrieden", gibt Will zu.

Doch nach seinem starken Einstand in Mettlach ist dieser Frust wieder vergessen. Für seine bislang herausragende Tor-Quote macht Will auch seine neue Positionen verantwortlich. Bei seinen beiden Oberliga-Vereinen spielte er offensiv auf der Außenbahn, in Mettlach darf er im Sturm-Zentrum ran. "Dadurch habe ich viel mehr Abschlüsse. Ganz vorne drin zu spielen, macht mir noch mehr Spaß als auf der Außenbahn", sagt Will.

Zum Thema:

Auf einen Blick: Mettlachs Gegner an diesem Sonntag, der FSV Hemmersdorf, hat nach zwei Niederlagen zu Saison-Beginn seine beiden letzten Begegnungen in der Saarlandliga gewonnen. Am vergangenen Sonntag sorgte der FSV dabei mit einem 5:0-Erfolg gegen den SV Hasborn für Aufsehen. sem