| 20:35 Uhr

Infoabend des Saarburger Kreiskrankenhauses lockte zahlreiche Besucher an
Wie Bauch- und Leistenbruch behandeln?

Saarburg. () Bauch- und Leistenbrüche gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Allein an Leistenbrüchen werden weltweit jährlich rund 20 Millionen Menschen operiert.

() Bauch- und Leistenbrüche gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Allein an Leistenbrüchen werden weltweit jährlich rund 20 Millionen Menschen operiert.


Eine Erkrankung, die also viele betrifft, was sich auch in der Teilnehmerzahl eines Informationsabends des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg zu diesem Thema widerspiegelte. Zahlreiche interessierte Bürger waren kürzlich der Einladung gefolgt, um sich über Symptome, Ursachen sowie moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Bauch- und Leistenbrüchen zu informieren.

„Das Tückische an derartigen Brüchen ist, dass sie im Alltag oft lange Zeit gar nicht auffallen, ja nicht einmal Schmerzen bereiten“, sagte der Referent, Gerhard Abendschein, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg. „Dabei ist eine frühzeitige Behandlung wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.“ Bei Brüchen im Bauchraum besteht nämlich immer die Gefahr, dass Organe eingeklemmt werden, was schnell lebensbedrohlich werden kann.

„Zur Behandlung von Bauch- und Leistenbrüchen sind meist chirurgische Maßnahmen notwendig“, weiß der Experte. Allerdings stehen dank moderner Technik heute wesentlich schonendere Methoden zur Verfügung als noch vor einigen Jahren. Bei dem minimal-invasiven Verfahren zum Beispiel wird ganz auf große Bauchschnitte verzichtet, wodurch unbeteiligtes Gewebe, Sehnen und Muskeln geschont werden. „Die Patienten haben nach einem solchen Eingriff in der Regel weniger Schmerzen und sind schneller wieder auf den Beinen“, so Abendschein.

(tth)