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Wegsperrung
Weg entlang der Saar bleibt gesperrt

Felssturz oberhalb des Zufahrtsweges zur Staustufe bei Mettlach, auf der rechten Saarseite.
Felssturz oberhalb des Zufahrtsweges zur Staustufe bei Mettlach, auf der rechten Saarseite. FOTO: Heinz Temmes
Mettlach. Wasser- und Schifffahrtsamt will nach dem Hangrutsch ein weiteres geologisches Gutachten einholen. Sicherungsarbeiten sollen im Frühjahr starten. red

(red) Der Weg in der Verlängerung der Freiherr-vom-Stein-Straße in Mettlach bleibt nach dem Hangrutsch Ende Februar weiter gesperrt. Das teilte die Gemeinde Mettlach mit. Voraussichtlich im Herbst kommenden Jahres soll die Strecke zwischen dem Kraftwerk und Ortszentrum Mettlach wieder geöffnet werden.


Als Grund nenne das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, Eigentümer des Weges, ein weiteres geologisches Gutachten. So soll der gesamte Bereich vom Kraftwerk bis Pavillon untersucht werden, um eine weitere Expertise erstellen zu lassen, heißt es weiter aus dem Rathaus. „Dieses erneute Gutachten dient der Bestandsaufnahme sämtlicher künftig zu sichernden Bereiche.“

Einen Zeitplan für die Arbeiten hat die Behörde mit Sitz in Saarbrücken nach Darstellung der Gemeinde erstellt. Ab Oktober soll der Bewuchs entfernt werden. Mit dem Start der Sicherungsmaßnahmen rechne man nach jetzigem Stand voraussichtlich im Frühjahr 2019.



Um die Mittagszeit am Sonntag, 18. Februar, waren tausende Tonnen Geröll, Felsen, Erdreich und Bäume in die Tiefe gedonnert und hatten einen Teil des Weges verschüttet. „Es war ein Lärm, als ob ein Komet einschlug“, beschrieb ein Augenzeuge den Moment, als der Hang ins Wanken geriet. „Mehrere tausend Tonnen an Felsen, Erde und Bäumen rasten in die Tiefe“, berichtete er. „Die Wucht war so gewaltig, dass dicke Gesteinsbrocken in der Saar landeten, die gut 30 Meter entfernt von der Stelle fließt.“ Der Spuk dauerte nach den Worten des Mettlachers nur einige Sekunden. „Doch das reichte aus, um einen Krater von rund 40 Breite und gut 70 Meter Länge zu reißen.“