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Felssturz
Ursache für Felssturz noch unklar

Der Felssturz ereignete sich oberhalb des Zufahrtsweges zur Staustufe bei Mettlach auf der rechten Saarseite.
Der Felssturz ereignete sich oberhalb des Zufahrtsweges zur Staustufe bei Mettlach auf der rechten Saarseite. FOTO: Heinz Temmes
Mettlach. Fachleute untersuchen, warum gewaltige Geröllmassen bei Mettlach abrutschten. Von mst

() Nach dem gewaltigen Felsabsturz am Sonntag in der Verlängerung der Freiherr-vom-Stein-Straße in Mettlach geht die Ursachenforschung weiter. Um die Mittagszeit am Sonntag waren tausende Tonnen Geröll, Felsen, Erdreich und Bäume in die Tiefe gedonnert und hatten einen Teil des Weges verschüttet. „Wir können noch nicht sagen, was den Hang zum Rutschen gebracht hat“, sagte Michael Jentsch, kommissarischer Sachbereichsleiter Unterhaltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), gestern auf SZ-Anfrage. Ein Geologe einer Fachfirma ist nach Jentschs Worten immer noch dabei, den Hang zu untersuchen. An dem Felsen hängt nach Auskunft des WSA-Mitarbeiters noch jede Menge an Geröll und Erdmassen, die jederzeit ins Rutschen geraten könnte. „Deshalb bleibt der Weg voll gesperrt.“ Die Sicherheitsüberprüfung, die für die kommenden Tage an dem gesicherten Hang im Bereich des Kraftwerkes geplant waren, werden nach Auskunft von ­Jentsch erst einmal verschoben.


Für einen Mettlacher, der Augenzeuge des Felssturzes wurde, war dieser vorhersehbar. „Wir gehen regelmäßig über die Saarbrücke spazieren. Da haben wir in letzter Zeit beobachtet, dass aus dem Felsen jede Menge Wasser gelaufen ist“, berichtet er unserer Lokalredaktion. „Man konnte auch erkennen, dass durch die Wassermassen der Felsen immer brüchiger geworden ist.“ WSA-Mitarbeiter Jentsch rechnet in den nächsten Tagen mit einem Ergebnis.