Unbekannte sägen in Mettlach den Maibau um

Übler Streich : Unbekannte fällen Maibaum in Mettlach

Rabiate Hexen haben im Hochwald in der Nacht auf 1. Mai die Polizei auf Trab gehalten und viel Schaden angerichtet.

Unbekannte Täter haben nur wenige Stunden, nachdem er aufgestellt wurde, den Maibaum auf dem Mettlacher Marktplatz gefällt. Sie kamen auf leisen Sohlen und sägten im Schutze der Dunkelheit den Baumstamm kurz über seiner Halterung ab. Am Morgen lag die Birke flach neben der Verankerung auf dem Boden. Bei den Mettlacher Bürgern stieß dieser üble Streich auf Unverständnis und Verärgerung. Zahlreiche Passanten machten ihrem Unmut Luft und schimpften über die unsinnige und zerstörerische Aktion der bislang unbekannten Täter. „Hoffentlich werden die Täter erwischt“, wünschte ein Mettlacher, der seinen Namen nicht nennen wollte.

Aber nicht nur in Mettlach haben Unbekannte in der Hexennacht großen Schaden angerichtet. Das teilte die Polizei-Inspektion (PI) Nordsaarland mit Sitz in Wadern mit. auch im Hochwald haben rabiate Hexen die Polizei auf Trab gehalten So flogen in Britten und Lockweiler Eier an Hausfronten – Sachbeschädigung, wie die Polizei sagte. Im Waderner Stadtteil Kastel benutzten die Unbekannten Ketchup, um die Hausfront zu beschmutzen. In Wahlen musste ein parkendes Auto herhalten, das die Täter mit spitzen Gegenständen zerkratzten.

Auch wegen eines Herren, der das Wasser nicht halten konnte oder mochte, mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Der 27-Jährige hatte gegen 22.30 Uhr einen Mann zu Boden geworfen. Der junge Mann hatte zuvor in der Gaststätte Sonneck in Nunkirchen nach Angaben der Polizei vom Mittwoch einen über den Durst getrunken. Kaum hatte er die Wirtschaft verlassen, verspürte er einen menschlichen Drang. Die Folge: Er wollte an die Mauer des Gasthauses urinieren. Das wollte ein Mann verhindern und sprach ihn an. Nach einem kurzen Disput streckte ihn der 27-Jährige, der laut PI alkoholisiert war, zu Boden. Das Opfer erlitt nach Mitteilung der Polizei kleinere Blessuren. In ein Krankenhaus musste er nicht eingeliefert werden. Das hatten Untersuchungen der Rettungskräfte ergeben, die ebenfalls vor Ort waren. Auch wegen Ruhestörungen wurde die Polizei mit Sitz in Wadern alarmiert. Aus vielen Orten im Hochwald hatten die Einsatzkräfte Hilferufe in der Hexennacht erreicht. „Es wurde viel gefeiert. Doch unsere Ermahnungen haben gefruchtet“, teilte die Polizei-Inspektion Nordsaarland weiter mit.

Nur einen Einsatz verzeichnete die Polizei-Inspektion Merzig in der Hexennacht, wie sie auf SZ-Anfrage mitteilte. Ein Unbekannter hatte ein Ei an eine Hausfront geworfen.

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