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Fußball
SV Mettlach: Fünf Treffer beim Ersten, aber kein Sieg

Mettlach. Fußball-Saarlandligist SV Mettlach holt bei Tabellenführer Auersmacher ein Remis. Besonders groß war die Freude aber nicht. Von Philipp Semmler

War das ein kurioses Spiel! Die nur 120 Zuschauer der Partie zwischen den Fußball-Saarlandligisten SV Auersmacher und dem SV Mettlach gingen am Freitagabend mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause. Denn sie hatten eine außergewöhnliche Begegnung gesehen. Am Ende trennten sich der Spitzenreiter und Mettlach 5:5 (3:3).


Bei den Spielern und den beiden Trainern gab es dagegen trotz des Spektakels nur wenig Begeisterung. Denn sowohl die Gastgeber als auch die Gäste waren mit dem einen Punkt nicht zufrieden. Spitzenreiter Auersmacher hatte gegen den Tabellen-12. einen Sieg fest eingeplant. Mettlach ärgerte sich, dass es trotz einer 5:3-Führung nicht zu einem Sieg reichte.

„Wenn du auswärts beim Spitzenreiter fünf Tore schießt, dann musst du eigentlich gewinnen“, fand auch SV-Trainer Christoph Gläsner. Aber der Übungsleiter hatte auch lobende Worte parat: „Beide Teams sind ein außergewöhnlich hohes Tempo gegangen, es gab schön herausgespielte und tolle Tore. Das war ein echtes Fußball-Spektakel.“

Den Torreigen eröffnete Auersmachers Felix Laufer in der sechsten Minute. Er traf nach einer Flanke von Oliver Bickelmann. Mettlach glich aber nur 60 Sekunden später aus: Alexander Riga wurde im Strafraum angespielt und lupfte den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend über SVA-Torwart Florian Schworm zum 1:1 ins Netz. Riga war es auch, der das Mettlacher 2:1 in der 16. Minute einleitete. Sein Steilpass landete bei Thomas Will. Der tauchte frei vor Schworm auf und vollstreckte eiskalt zum 2:1 für die Gäste.

Weiter ging es Schlag auf Schlag: Sieben Minuten nach diesem Treffer schlug eine Volleyabnahme von Bickelmann aus 25 Metern zum 2:2 im Mettlacher Netz ein. Vier Minuten danach lag der Tabellenführer sogar wieder vorne: Lucas Hector, der Bruder von Nationalspieler Jonas Hector, wurde von Christoph Fuhr bedient und schoss zum 3:2 ein. Kurz vor der Pause kam die Antwort von Mettlach: Will wurde nach schönem Zuspiel von Riga im Strafraum von Auersmachers Schlussmann gelegt. Mit dem fälligen Elfer scheiterte Christopher Klein zunächst am Torhüter, doch den abprallenden Ball drückte Klein mit dem Kopf zum 3:3-Pausenstand über die Linie.



In Hälfte zwei dauerte es dann 17 Minuten bis wieder ein Tor fiel: Patrick Heinz bediente Andreas Becker und der vollendete zum 4:3 für die Gäste. Als Lukas Schaller wenig später nach einem Querpass von Becker das 5:3 nachlegte (65. Minute), schien Mettlach auf der Siegerstraße. Aber Auersmacher kam in diesem verrückten Spiel doch noch einmal zurück: Sascha Schumacher verkürzte per Distanzschuss auf 4:5 (73.). Nur 180 Sekunden danach legte Mettlachs Schlussmann Damir Becker den SVA-Akteur Phillip Hoffmann im Strafraum. Namensvetter Yannik Hoffmann verwandelte den fälligen Strafstoß zum 5:5-Endstand.