Sich um die Seele kümmern

Mettlach. Rund 30 Priester und Diakone aus dem Saarland haben sich zum Abschluss des vom Papst ausgerufenen Priesterjahres zur Wallfahrt in Mettlach getroffen. Von Taben-Rodt und von der Saarschleife pilgerten die Priester am Montag nach Mettlach, wo sie mit Weihbischof Robert Brahm in der Pfarrkirche St. Lutwinus den Wallfahrtsgottesdienst feierten

Mettlach. Rund 30 Priester und Diakone aus dem Saarland haben sich zum Abschluss des vom Papst ausgerufenen Priesterjahres zur Wallfahrt in Mettlach getroffen. Von Taben-Rodt und von der Saarschleife pilgerten die Priester am Montag nach Mettlach, wo sie mit Weihbischof Robert Brahm in der Pfarrkirche St. Lutwinus den Wallfahrtsgottesdienst feierten. Während der Wallfahrt wurde Priesterpersönlichkeiten gedacht, wie St. Quiriacus, einem Trierer Priester aus dem vierten Jahrhundert, der mit Taben-Rodt verbunden ist. Erinnert wurde auch an Priester, die von den Nazis verfolgt oder ermordet wurden. Man sei miteinander aufgebrochen, um im Gebet das eigene Leben an Christus neu auszurichten, sagte Monsignore Helmut Gammel, Leiter der Trierer Diözesanstelle für Exerzitien, geistliche Begleitung und Berufungspastoral. Im abschließenden Gottesdienst erinnerte Weihbischof Brahm an den bayrischen Pfarrer Sebastian Anton Kneipp und dessen Begabung den Menschen zu helfen. Von ihm stamme der Satz: "Richtig heilen kann ich die Menschen nur, wenn ich mich um ihre Seele kümmere." Was man heute "ganzheitlich" nenne, bezeichne Kneipp als "Kümmern um die Seele", so Brahm. Es gehe dabei um die Pflege des Leibes und die Pflege der Seele, die mehr sei als das Wohlgefühl des Leibes. Seele, das bedeute, dass sich Menschen in ihrem tiefsten Kern mit einem "tragenden Grund" verbunden wissen. Dieser tragende Grund sei die Verbindung mit Gott und damit mit unzerstörbarem Leben. Diese Verbindung müsse gepflegt werden in "Achtsamkeit und Gebet". Es gelte in Respekt vor den Seelen der Anderen zu leben, sagte Brahm. Denn der tiefste Kern, der die Menschen mit Gott verbinde, verbinde sie auch untereinander. Darum gelte es auf das "Eins-Sein" im Glauben zu achten. Als gute Anregung dazu benannte Weihbischof Brahm die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012, die mit dem Leitwort stattfindet: "... und führe zusammen, was getrennt ist." "Wir sind miteinander aufgebrochen, um im Gebet das eigene Leben an Christus neu auszurichten."Monsignore Helmut Gammel