Seltener Mornellregenpfeifer im Saarland gesichtet

Zugzeit hat begonnen : Umweltbeamter sieht seltenen Mornellregenpfeifer bei Münzingen

Die Zugzeit des seltenen Mornellregenpfeifers hat jetzt begonnen. Im Saarland konnte nach Angaben des Umweltministeriums ein Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (Lua) den seltenen Vogel auf dem Renglischberg bei Münzingen beobachten.

Am Renglischberg und auf dem Schneeberg bei Perl hatten demnach seit dem 18. August zudem mehrere Ornithologen Gelegenheit, die ersten rastenden Vögel anzutreffen. Die Meldungen über die Sichtung des Mornellregenspfeifers sind dem Umweltministerium nach Expertenmeinung auch deshalb wichtig, weil es eine Auseinandersetzung mit ortsansässigen Bauern und Landeigentümern über die Ausweisung eines Naturschutzgebietes nach der EU-Natura-2000-Verordnung dort gibt. Die in der IG Renglischberg organisierten Kritiker wenden sich unter anderem gegen die Frist für das Ernteende am 15. August. Nach SZ-Informationen sind mehrere Verfahren vor Saar-Verwaltungsgerichten gegen diese Vorschriften anhängig.

Rastplätze, die der europaweit gefährdete Mornellregenpfeifer kennt, fliege er immer wieder an, so das Umweltministerium. Seine ausgeprägte Brut- und Rastplatztreue könne für den seltenen Vogel zum Problem werden. Er benötige für seine Verschnaufpause ausgeräumte Ackerflure. Der Mornellregenpfeifer komme in der Regel Mitte August aus der arktischen Tundra an den Renglischberg und den Schneeberg. Er könne auf den Rastplätzen bis Mitte September beobachtet werden, bevor er weiterziehe in die Winterquartiere in Nordafrika und Vorderasien.

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