| 19:06 Uhr

Schwindling fährt zur WM, nur in Orscholz muss er aufgeben

Mehr als 1000 Teilnehmer gingen am Sonntag beim großen Bike-Marathon in Orscholz an den Start. Foto: Rolf Ruppenthal
Mehr als 1000 Teilnehmer gingen am Sonntag beim großen Bike-Marathon in Orscholz an den Start. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Orscholz. Das Blut läuft den Arm herunter - das Gesicht voller Schmutz. Der Sieg beim 12. Saarschleifen-Bike-Marathon am Sonntag in Orscholz war für den Belgier Joris Massaer mit einigen Blessuren verbunden. Trotzdem reckte er zufrieden beide Arme bei der Zieleinfahrt in den Himmel: "Mein Sturz sechs Kilometer vor dem Ziel hätte mir fast noch den Sieg gekostet, da bin ich auf den zweiten Platz zurückgefallen. Ich konnte aber schnell wieder die Führung übernehmen", freute sich der belgische Mountainbike-Meister. In 3:59,33 Stunden blieb er über die 98 Kilometer lange Strecke unter der magischen Vier-Stunden-Grenze. kin

Die saarländischen Hoffnungen auf eine vordere Platzierung lagen auf Sascha Schwindling vom RSC St. Ingbert. Der frischgebackene deutsche Meister musste allerdings nach der Hälfte des Rennens aufgeben: "Sportlich war heute die Luft raus. Erst gestern bin ich in Österreich bei der UCI World Series gefahren, sodass heute einfach die Kraft gefehlt hat", erzählte der Saarländer, der sich mit dem 13. Platz in Österreich für die Mountainbike-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr qualifiziert hat.



"Es ist schön, dass Sascha trotz der Torturen der letzten Tage hier an den Start gegangen ist und wir somit den amtierenden deutschen Meister präsentieren konnten", freute sich Thorsten Scholtes aus dem Organisationsteam trotzdem. Auch mit der Teilnehmerresonanz zeigte sich der Veranstalter zufrieden. Mit erneut über 1000 Startern hat sich der Bike-Marathon zu einer echten Größe im Kalender der Mountainbiker entwickelt. "Angemeldet waren Sportler aus 16 Nationen", berichtete Scholtes.

Bei den Frauen gewann Topfavoritin Karen Brouwer aus den Niederlanden in 4:51,21 Stunden zum dritten Mal in Serie. Neben der Marathon-Strecke fuhren viele auch über eine 53 und eine 30 Kilometer lange Schleife. Mit Aussichtspunkten, Pfaden und Steilhängen rund um das Wahrzeichen des Saarlandes sahen sie auch landschaftlich viel.