Schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister

Schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister

Die Firma Gebrüder Reiland greift in Sachen Gewerbegebiet Danzemer Gewann Bürgermeister Daniel Kiefer hart an.

Im Zusammenhang mit den Spekulationen um die Ansiedlung einer Kartbahn im Gewerbegebiet Danzemer Gewann bei Orscholz (SZ vom Wochenende, ) hat die Firma Holzbau Reiland, auf deren Betriebsgelände die Kartbahn entstehen sollte, schwere Vorwürfe gegen den SPD-Bürgermeister der Gemeinde Mettlach, Daniel Kiefer, erhoben. Kiefer hatte auf Anfrage der SZ erklärt, dass die Gemeinde ein solches Vorhaben wegen der Lärmbelästigung durch eine solche Anlage ablehne.

In einer Erklärung des Unternehmens gegenüber der SZ heißt es, dass die Aussagen von Kiefer in dem SZ-Artikel vom Wochenende die Firma Gebrüder Reiland GmbH & Co KG "gegenüber der Bevölkerung der Ortsgemeinde in ein schlechtes Licht rückt, einseitig ist und wichtige vorhergehende Fakten verschweigt". Eine Unternehmenssprecherin erläutert in ihrer Stellungnahme an unsere Zeitung, dass die Firma ursprünglich angestrebt habe, dass das "unmittelbar an ein Wohngebiet" angrenzende Gewerbegebiet ebenfalls in ein Baugebiet umgewandelt werde. "Es sollten Eigentumswohnungen und eine Einfamilienhausbebauung und Bauplätze geschaffen werden, da es in Orscholz einen bekannten Mangel an Wohnraum und Bauplätzen gibt." Es seien von den Inhabern der Firma, Jürgen und Stefan Reiland, entsprechende Anträge gestellt worden, "nachdem mehrere durchweg positive Vorbesprechungen mit der Bauabteilung der Gemeinde Mettlach stattfanden". Der neue Verwaltungschef Daniel Kiefer sollte nach Darstellung des Unternehmens bereits vor seiner Amtseinführung im vergangenen Oktober mit in die laufenden Gespräche einbezogen werden, habe sich jedoch nicht bereit erklärt, an einer solchen Besprechung teilzunehmen. "Dies hat sich nach dessen Amtseinführung so fortgesetzt", heißt es in der Unternehmens-Stellungnahme.

Schließlich sei die angestrebte Umwidmung in ein Wohngebiet, welche sich nach Ansicht des Unternehmens "absolut positiv in das Ortsbild und die vorhandene Struktur eingefügt hätte", abgelehnt worden. Die Firmensprecherin: "Eine stichhaltige Argumentation für die Ablehnung gibt es bis heute nicht." Dabei sollte die Gemeinde nach ihrer Darstellung "von Anfang an mit in die Planung, auch der Infrastruktur, mit einbezogen werden".

Die Gemeinde bestehe auf einer gewerblichen Nutzung der Fläche, "obwohl sie genau weiß, dass Orscholz aufgrund fehlender infrastrukturlicher Anbindungen kein Gewerbestandort ist". Und hier kommt nun die geplante Kartbahn ins Spiel: "Da das Unternehmen sich bei weiterer gewerblicher Nutzung ein zweites zusätzliches Standbein schaffen muss, um auch zukünftig existieren zu können, wurden nunmehr verschiedene Konzepte aufgegriffen und sollten zur Diskussion gestellt werden, unter anderem auch dergestalt, dass auf einem Teil des Firmengeländes eine In- und Outdoorkartbahn errichtet werden könnte", heißt es in der Firmen-Stellungnahme. Auch diesbezüglich habe man versucht, ein persönliches Gespräch mit dem Bürgermeister zu vereinbaren. Doch das Unternehmen sei "immer wieder um mehrere Wochen wegen ‚zu großem Termindruck' vertröstet worden". Das Unternehmen wirft dem Rathauschef parteiisches Verhalten vor, weil "er Äußerungen dahingehend tätigt, dass eine Kartbahn von ihm von vorneherein abgelehnt wird, obwohl es noch nicht einmal einen offiziellen Bauantrag gibt und er gegenüber den Firmeninhabern schriftlich geäußert hat, dass das Baurecht eine Kartbahn auf diesem Gelände zulässt". Dies hatte Kiefer auch gegenüber der SZ bestätigt. Für die Firma Gebrüder Reiland steht fest: Bürgermeister Kiefer "blockiert und sabotiert mit seinem Verhalten und dem Verhalten des Gemeinderates jede unternehmerische Gestaltungsmöglichkeit, und es stellt sich die Frage, mit welchem Ziel das geschieht".