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Schlachtruf der Nohner Fastnacht "Fös Geckig" wurde vor 70 Jahren geprägt

Nohn : Seit 70 Jahren schallt „Fös Geckig“ durch Nohn

Es ist einer prägnanatesten karnevalistischen Schlachtrufe, die in unserer Region verbreitet sind: „Fös Geckig“ rufen die Nohner Narren, wenn sie ihrer Begeisterung über gezeigte Darbietungen bei den Kappensitzungen oder ihrem Fastnachtsumzug Ausdruck verleihen wollen.

Heute vor genau 70 Jahren, am 27. Februar 1949 (damals der Fastnachtsonntag), wurde dieser Schlachtruf entsonnen. Er entstand damit 23 Jahre vor Gründung des Nohner Carnevalsvereins (NCV) „Die Rutzen-Buhnen“, worauf die Verantwortlichen des NCV hinweisen.

Von Bier, Wein und den „kleinen Klaren“ begünstigt, wurde am Fastnachtssonntag 1949 in geselliger Feierlaune im Wirtshaus „Hauperts“ die Idee entwickelt, tags drauf, am Rosenmontag, spontan einen Fastnachtsumzug zu veranstalten. Nachdem alles Organisatorische für den Umzug geklärt und ein Prinzenpaar gefunden war, musste noch ein Motto her, unter dem das bunte Treiben stattfinden sollte: „Fös Geckisch“ wollte man sein, gerade mal vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieg. Man wollte einfach mal alle Alltagssorgen vergessen und ausgelassen
feiern. Aus dem Motto entstand dann der Schlachtruf „Fös geckisch“. Nach mündlichen Überlieferungen durfte nämlich an dem Fastnachtstreiben nur teilnehmen, wer diese Parole kannte. Bei der Geburt des Nohner Carnevalsverein „Die Rutzen-Buhnen“ im Jahr 1972 wurde „Fös Geckig“ wieder als Schlachtruf gewählt. Nach 70 Jahren ist diese Parole heute noch einmalig, aber mittlerweile weithin Land bekannt. Denn wenn der NCV unterwegs ist, schallt sein „Fös Geckig“ übers Land.