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Fußball-Saarlandliga
Die Mettlacher „Abwehr-Allzweckwaffe“

Neuzugang Michael Ogrodniczek (hier links noch im Trikot der SG Saarlouis-Beaumarais) stabilisiert die Mettlacher Abwehr.
Neuzugang Michael Ogrodniczek (hier links noch im Trikot der SG Saarlouis-Beaumarais) stabilisiert die Mettlacher Abwehr. FOTO: Kerosino / Achim Thiel
Mettlach. Fußball-Saarlandligist SV Mettlach empfängt am Samstag den SC Brebach. Auf SVM-Neuzugang Michael Ogrodniczek könnte dabei einiges an Arbeit zukommen. Durch Gegner, mit denen er einst zusammen spielte. Von Philipp Semmler

Neuzugang Michael Ogrodniczek ist einer der erfahrensten Spieler im Kader von Fußball-Saarlandligist SV Mettlach. Exakt 128 Mal lief der Abwehrspieler zwischen 2011und 2015 für Röchling Völklingen in der Oberliga auf. Zuvor absolvierte der 33-Jährige bereits etliche Partien in der Saarlandliga für die Hüttenstädter.


Beim SV Röchling spielte Ogrodniczek auch lange mit dem derzeitigen Mettlacher Trainer Holger Klein zusammen. „Holger war mit ein Grund dafür, dass ich mich für einen Wechsel nach Mettlach entschieden habe. Ich konnte wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte letzte Saison nicht spielen. Ich wusste, dass Holger mir nach der Verletzung die nötige Zeit gibt, die ich brauche“, berichtet der Defensiv-Akteur, der in den vergangenen drei Jahren das Trikot der SG Saarlouis-Beaumarais (damals Verbands-, mittlerweile Landesliga) trug.

Mit dem Knie hat der 33-Jährige mittlerweile keine Probleme mehr. „Aber die restliche Muskulatur spielt nach der langen Pause noch nicht immer so mit – und das, obwohl ich regelmäßig im Fitnessstudio war“, berichtet Mettlachs Neuzugang. Trotzdem hat er sich für den SV bereits zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor in der Defensive entwickelt – auch weil Ogrodniczek flexibel einsetzbar und damit quasi eine „Allzweckwaffe“ ist.



Bisher wurde der Routinier vor allem in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Zwar ist er mit bislang fünf Einsätzen noch kein absoluter Stammspieler, doch wenn Ogrodniczek zum Einsatz kam, konnte er dem Team oft weiterhelfen. Aber auf welcher Position kickt der ehemalige Völklinger am liebsten? „Das ist mir egal. Ich will einfach nur Fußball spielen. Ich würde auch ins Tor gehen“, sagt der 33-Jährige lachend.

Im Tor wird Ogrodniczek aber sicher nicht stehen, wenn sein SV an diesem Samstag um 16.30 Uhr im heimischen Stadion den SC Halberg Brebach empfängt. Der SC ist vor der Begegnung mit zehn Punkten Tabellenzwölfter, Mettlach liegt mit fünf Zählern mehr auf Rang sieben.

Mit einem Erfolg gegen die Halberg-Elf könnte das Team sogar den Kontakt zur Spitze herstellen. Davon will Ogrodniczek aber nichts wissen: „Klar wollen wir gewinnen, aber nach oben schaue ich nicht“, sagt der erfahrene Akteur. Denn Ogrodniczek weiß, dass zu hohe Erwartungen auch schnell eher hemmend als beflügelnd wirken. „Vom Kopf her dürfen wir es nicht übertreiben. Vergangene Saison ging es für Mettlach gegen den Abstieg, das darf man nicht vergessen.“

Obwohl der Gegner nur auf Rang zwölf der Tabelle steht, erwartet Ogrodniczek gegen Brebach auch eine schwere Aufgabe – vor allem weil er zwei Leistungsträger des kommenden Gegners gut aus seiner Zeit in Völklingen kennt. „Vedran Ivankovic macht in der Defensive nie einen Fehler“, sagt Ogordniczek. „Und wenn Artur Schneider 16 Meter vor dem Tor zum Schuss kommt ist das Ding meist drin.“

Aber nicht nur Schneider (vier Saisontreffer) ist bei Brebach torgefährlich. Auch Stürmer Felix Florsch hat bereits sechs Tore auf dem Konto. Auf Mettlachs Abwehr könnte also einiges an Arbeit zu kommen. Allerdings hat der SV bislang die wenigsten Gegentreffer der Liga kassiert. Dazu hat auch Ogrodniczek seinen Teil beigetragen. „Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, erklärt Mettlachs neue „Abwehr-Allzweckwaffe“.