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Fußball
Der Dauerbrenner ist heiß aufs Top-Duell

Mettlach. Fußball-Saarlandligist SV Mettlach empfängt an diesem Samstag um 16 Uhr den SV Auersmacher zum Spitzenspiel. Patrick Heinz, Innenverteidiger, Co-Trainer und Urgestein des SVM, hofft auf den sechsten Sieg in Folge.. Von Philipp Semmler

Patrick Heinz ist bis in die Haarspitzen motiviert. Das ist deutlich zu hören, wenn der 33-Jährige vom Top-Spiel seines SV Mettlach an diesem Samstag gegen den SV Auersmacher spricht. „Wir wollen nicht auf einen Punkt spielen. Ich will das Ding unbedingt gewinnen“, stellt der Innenverteidiger klar.


Deutlich herauszuhören ist aus seinen Worten auch das gesteigerte Selbstvertrauen, das Mettlach derzeit hat. Kein Wunder, schließlich war das Saisonziel der Blau-Weißen ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Doch nach zuletzt fünf Siegen in Folge mischt das Team von Trainer Holger Klein plötzlich ganz oben mit. Als Vierter hat Mettlach nur einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Auersmacher. Spitzenreiter SV Elversberg II hat fünf Punkte mehr.

„Wir spielen offensiv besser als in den vergangenen Jahren und haben uns zudem super verstärkt. Alle Neuzugänge bringen uns nicht nur fußballerisch weiter, sie passen auch menschlich zu uns“, nennt Heinz die Hauptgründe für die bislang starke Saison. „Defensiv waren wir ja schon immer gut.“



Dass die Offensive verbessert wurde, beweist auch ein Blick auf die Zahlen: 36 Tore gelangen den Blau-Weißen in der aktuellen Spielzeit schon. Vergangene Runde waren es zum Vergleichszeitpunkt nur 23. Aber auch die Anzahl der Gegentore wurden reduziert – von 29 auf 18. Folge: Statt 21 Punkte wie nach 19 Spielen der Vorsaison hat Mettlach jetzt schon 37: Zum Vergleich: Letzte Saison waren es am Rundenende 41.

Sollte es weiter so gut laufen, könnte der SV vielleicht sogar wie in der Saison 2015/16 Vizemeister werden – und an der Aufstiegsrunde zur Oberliga teilnehmen. Davon wagt Heinz – nach zuletzt zwei Jahren Abstiegskampf in Mettlach – aber nicht zu träumen. „Wir wissen, wo wir herkommen. Deshalb wäre es vermessen, über einen möglichen Aufstieg zu reden“, stellt der 33-Jährige klar.

Dass es für Mettlach auch in dieser Saison schon fast traditionell wenig Gegentore gibt, dafür ist seit vielen Jahren auch Heinz mitverantwortlich. Der aus Mettlach stammende Familienvater, der mit seiner Frau Nina und Tochter Leni-Marie seit einigen Jahren in Saarwellingen lebt, ist nämlich der Dauerbrenner des SV. Zählt man Jugend- und Aktivenzeit zusammen, schnürt der Verteidiger schon seit exakt 30 Jahren die Schuhe für die Blau-Weißen. Eine Vereinstreue, wie es sie heutzutage nur noch selten gibt. „Es hat mir in Mettlach immer gut gefallen. Die Kameradschaft war immer überragend – und der Verein ist mir natürlich auch ans Herz gewachsen“, erklärt Heinz.

Seit dieser Saison ist der 33-Jährige bei seinem Heimatclub sogar nicht nur Spieler, sondern auch Assistent von Cheftrainer Holger Klein, der auch sein Cousin ist. „Die Aufgabe als Co-Trainer macht mir super viel Spaß“, erklärt der Verteidiger. „Ich habe mir im Vorfeld der Saison ein paar Gedanken gemacht und mir auch Tipps von Holger geholt. So bin ich ziemlich schnell in diese Rolle hineingewachsen“, freut sich das Urgestein.

Nach den Begegnungen an diesem Wochenende pausiert die Fußball-Saarlandliga bis zum 10. März 2019. Das erste Spiel im kommenden Jahr bestreitet Mettlach beim Tabellenschlusslicht FV Schwalbach.