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Saar-Meisterschaftskampf entscheidet sich wohl zwischen zwei Vereinen

Saar-Meisterschaftskampf entscheidet sich wohl zwischen zwei Vereinen

Der VfB Dillingen ist in der Saarlandliga zur Winterpause Tabellenvierter. Eine Top-Platzierung eigentlich – und normalerweise ein Platz, bei dem man sich noch Gedanken um die Meisterschaft machen kann. Doch vom Aufstiegsrennen sind die Hüttenstädter fast so weit entfernt wie die Erde vom Mond.

Das liegt daran, dass Tabellenführer SV Mettlach (51 Punkte) und der FV Diefflen (48) sich schon meilenweit vom Rest der Liga abgesetzt haben. Lediglich der VfL Primstal hat mit 40 Zählern noch ein wenig Kontakt zur Spitze. Dillingen hat mit 31 Punkten satte 20 Zähler weniger als Mettlach.
Primstal lauert als Dritter

So ist das Rennen um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (der Zweite hat noch die Chance, über die Relegation aufzusteigen) schon jetzt zum Zweikampf zwischen Mettlach und Diefflen geworden. Das sieht auch Primstals Trainer Andreas Caryot so: "Ich denke nicht, dass wir noch einmal ganz vorne angreifen können. Dazu ist meine junge Mannschaft auch noch zu grün hinter den Ohren", sagt der VfL-Übungsleiter. "Das heißt aber nicht, dass wir nicht da sein wollen, wenn einer der beiden schwächelt."

Betrachtet man die beeindruckenden Ergebnisse von Diefflen und Mettlach, dann ist von einem Einbruch der beiden nicht auszugehen. Spitzenreiter Mettlach verlor erst eines seiner 20 Saison-Begegnungen (0:1 beim SC Friedrichsthal). Oberliga-Absteiger FV Diefflen musste nur im Top-Duell gegen Mettlach (2:4) Ende August 2015 und eine Woche später beim TuS Steinbach (0:1) den Platz als Verlierer verlassen.

"Meine Jungs sind heiß drauf, den Titel zu holen", sagt der Mettlacher Trainer Christoph Gläsner. "Das merkt man im Training und bei Gesprächen mit den Spielern." Dass Mettlach ganz oben steht, das liegt vor allem daran, dass die Blau-Weißen ihr Offensivspiel gegenüber den vergangenen Jahren verbessert haben. "Wir haben quasi unser Spielfeld etwas vergrößert", erklärt Gläsner und lacht. "Früher hieß es immer, Mettlach spielt bis zum gegnerischen Strafraum gut und dann kommt nichts mehr", berichtet der SV-Übungsleiter. "Jetzt sind wir auch dort gefährlich und zielstrebig im Abschluss." 55 Treffer gelangen seiner Mannschaft bislang (alleine 24 davon erzielte Top-Stürmer Thomas Will). In der vergangenen Saison hatte Mettlach nach 20 Spielen gerade einmal 32 Tore auf dem Konto.

Mehr Tore als dem Spitzenreiter gelangen in der aktuellen Runde nur Verfolger Diefflen (57). Kein Wunder, denn schließlich verfügt der Masters-Sieger 2015 und 2016 mit Fabian Poß (17 Treffer) und Chris Haase (16) über das beste Sturmduo der Liga. Und der Tabellenzweite hat die Qualität im Aufgebot mit einer "Rückholaktion" im Winter noch einmal erhöht. Der FV verpflichtete die Mittelfeld-Akteure Fabian Blass und Arthur Mielczarek, die den Club nach dem Oberliga-Abstieg im Sommer 2015 verlassen hatten. Beide gehörten im Oberliga-Jahr zu den Leistungsträgern. "Mit ihnen haben wir noch mehr Möglichkeiten", freut sich FV-Spielertrainer Thomas Hofer.
Kleinigkeiten entscheiden

 Diefflens Thomas Hofer will Mettlach noch ärgern. Foto: Schlichter
Diefflens Thomas Hofer will Mettlach noch ärgern. Foto: Schlichter Foto: Schlichter

Wie das Titelrennen ausgeht, darüber wagt Hofer noch keine Prognose abzugeben. "Mettlach hat gute Voraussetzungen, wir auch. Ich denke, am Ende werden Kleinigkeiten den Ausschlag geben", sagt der Übungsleiter. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Titelkandidaten lässt übrigens nicht mehr lange auf sich warten. Am Samstag, 27. Februar, empfängt Spitzenreiter Mettlach um 14.30 Uhr Diefflen.