Reinigung durch Lavasteine

Orscholz. In einem Waldstück unweit des Cloef-Atriums liegt die alte Orscholzer Kläranlage an einem Abhang. Ihr Alter von 35 Jahren ist kaum zu übersehen. An dem grünen Metallrechen im Sandfang blättert Farbe ab. Braunes Wasser fließt in ein schmutziges Steinbecken. Bis Ende des Jahres sammelt es noch Regenwasser, danach soll hier ein Regenauffangbecken entstehen

Orscholz. In einem Waldstück unweit des Cloef-Atriums liegt die alte Orscholzer Kläranlage an einem Abhang. Ihr Alter von 35 Jahren ist kaum zu übersehen. An dem grünen Metallrechen im Sandfang blättert Farbe ab. Braunes Wasser fließt in ein schmutziges Steinbecken. Bis Ende des Jahres sammelt es noch Regenwasser, danach soll hier ein Regenauffangbecken entstehen. Im Erdloch dahinter wird eine Pumpanlage gebaut, die das Abwasser von der Kurklinik und dem Friedhof zur neuen Kläranlage pumpt. Dahinter führt eine Treppe zu einem hohen Turm. Ganz oben drehen sich vier Stangen und spritzen Abwasser auf braun-grüne Lavasteine. "Die Steine sind wie in einem Bach mit einem glitschigen Film bedeckt - darauf sitzen Bakterien, die Nährstoffe fressen und dadurch wachsen", sagt Hans Bus. Die Bakterien bauen Kohlenstoff bis zu 80 Prozent ab, jedoch nicht Phosphor und Stickstoff. Die alte Kläranlage ist nicht nur technisch überholt, sie hat auch ihre Kapazität überschritten. Um die steigenden Abwassermengen trotzdem zu bewältigen, musste das Wasser zusätzlich mit chemischen Mitteln geklärt werden. "Hier passiert noch alles von Hand, ohne elektronische Überwachung", sagt Bus. Das Abwasser fließt, dank natürlichem Gefälle, ohne Pumpe. mwi

HintergrundWegen eines technischen Fehlers ist diese Sonderseite bereits vor einem Monat erschienen, als sie noch nicht fertig überarbeitet war. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.